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Frauen sollen Kind zum Einbrechen gezwungen haben

Frauen sollen Kind zum Einbrechen gezwungen haben

Die Polizei hat am Mittwoch, 28. November, in Bitburg zwei Frauen festgenommen. Diese sollen einen sechsjährigen Jungen zu Einbrüchen in Wohnhäuser angestiftet haben.

"Wir gehen davon aus, dass die Frauen ein sechsjähriges Kind für Wohnungseinbrüche eingesetzt haben", sagt ein Mitarbeiter der Kripo Wittlich. Der Junge sei als sogenanntes Klaukind missbraucht worden. Das gehe aus den Spuren eines Wohnungseinbruchs hervor, der am vergangenen Montag verübt worden war.

Zu einem weiteren Einbruch war es am Mittwochmittag gekommen. Streifenbeamte kontrollierten im Stadtgebiet zwei Frauen - 22 und 46 Jahre alt- , die einen sechsjährigen Jungen bei sich hatten. Die Verdächtigen stammen laut Polizei aus der Eifel und aus Belgien.

Bei der Kontrolle fanden sie einen Beweisgegenstand aus einem Einbruch, der bereits 14 Tage zuvor in der Stadt verübt worden war. Um was für einen Gegenstand es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit.
"Außerdem hatten die Frauen Schmuck bei sich, der aus zwei weiteren Einbrüchen stammt, die ebenfalls am Mittwoch verübt wurden", sagte ein Kripobeamter. Die Opfer der Einbrüche konnten nach Polizeiangaben den Schmuck als ihr Eigentum identifizieren. Die Beweisstücke fanden die Beamten in der Bekleidung der mutmaßlichen Täterinnen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier wurden die Frauen dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in Untersuchungshaft genommen. Der Junge kam in die Obhut des Jugendamtes der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm. Nach Angaben der Kriminalpolizei Wittlich werden den Täterinnen derzeit mindestens drei Wohnungseinbrüche in Bitburg angelastet.