Freie Fahrt für Radfahrer

Freie Fahrt für Radfahrer

Der Enztalradweg zwischen Lünebach und Zweifelscheid ist offiziell eröffnet worden. Und auch die Raderlebniskarte der "RegioRadler" soll dem Fahrradbus und dem Radtourismus in der Region zusätzlichen Schwung geben.

Arzfeld. Seit gut einem halben Jahr sind auch die letzten Arbeiten am Enztalradweg abgeschlossen. Auf der 21 Kilometer langen Strecke von Lünebach über Arzfeld nach Zweifelscheid ist der mineralische Fahrbahnbelag einer festen Asphaltdecke gewichen.
Nun wurde der Enztalradweg auch offiziell eingeweiht, rechtzeitig zur Fahrradsaison und einen Tag vor dem Raderlebnistag "Südeifeltour". Das Wetter meinte es allerdings weniger gut mit den Festgästen, und so fand man sich bei Regen im stilvollen, alten Bahnhofsgebäude und zu den Klängen des Musikvereins Irsental ein.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld Andreas Kruppert eröffnete die Feierstunde. "Die Feier ist ein symbolischer Startschuss, um die Region attraktiver zu machen. Der Radweg ist ein wichtiger Punkt der Freizeitgestaltung und Infrastruktur. Die Investitionen des Landes zeigen, dass die VG die touristische Weiterentwicklung wert ist", sagte Kruppert.
Von einer Million Euro, die das Projekt kostete, steuerte das Land rund 762 000 Euro bei. Geschätzte 230 000 Euro sind bis 2013 von der VG als Ausgleichsmaßnahmen für die Landschaftspflege aufzuwenden. Kruppert dankte den Ortsgemeinderäten, die sich über Jahre hinweg geschlossen für den Radweg einsetzten. Unter dem damaligen VG-Bürgermeister Patrick Schnieder wurde das Projekt auf den Weg gebracht. "Wer die Nutzung des Radweges sieht, weiß, dass man eine bessere Entscheidung nicht hätte treffen können", sagte der heutige Bundesabgeordnete.
Der Arzfelder Ortsbürgermeister Alfons Kockelmann betonte die Bedeutung des Radweges für die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger: "Ich wünsche mir, dass viele Leute, Senioren und Jugendliche den Radweg nutzen." Die Einweihung des Radweges hat auch Anlass dafür gegeben, über den Fahrradbus zwischen Prüm und St. Vith zu informieren, der in das Angebot der Arbeitsgemeinschaft "RegioRadler" aufgenommen wurde. Im Internet und mit einer Raderlebniskarte wird nun landesweit für den Eifel-Ardennenradweg und den Radbus geworben.
Busunternehmer Werner André kann derweil eine positive Entwicklung der Nachfrage erkennen. Die Frequentierung sei in diesem Jahr größer als in den vergangen beiden Jahren.

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