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Freies W-Lan in Speicher ist online: Westenergie und Stadt zufrieden

Stadtentwicklung : Kostenlos surfen in Speicher

Die Stadt Speicher und die Firma Westenergie haben zehn W-Lan-Hotspots im Ort offiziell in Betrieb genommen. Wie und wo man sich hier ins Internet einwählen kann.

Egal ob beim Morgenkaffee auf der Terrasse der Bäckerei Berrens, beim Bummel auf dem Marktplatz oder auch auf dem Schulhof des Gymnasiums – die Speicherer können jetzt praktisch in der ganzen Innenstadt kostenlos im Internet surfen. Besucher und Bürger müssen sich dafür nur mit dem Smartphone oder dem Tablet in das freie Mobilfunknetz einwählen.

Seit einigen Wochen schon sind die von der Verwaltung gemeinsam mit dem Stromversorger Westenergie geschaffenen zehn W-Lan-Hotspots online (der TV berichtete über das Projekt). Nun wurden die Anschlüsse auf dem Marktplatz, nahe des Heimatmuseums in der Jacobsstraße, am Gymnasium, der Kita und der Grundschule aber offiziell in Betrieb genommen.

Das Angebot ist kostenfrei. Es braucht nur einen Klick, um sich ins „speicher free wifi“ einzuloggen. Registrierung oder Passwort sind nicht erforderlich, um den Dienst zu nutzen. Niemand muss irgendwelche Daten angeben. Zudem verspricht Westenergie „einen besonders hohen Sicherheitsstandard für die Kommunen als Betreiber der Technik“.

Genauso hatten sich die CDU-Mitglieder im Stadtrat die Hotspots auch seinerzeit vorgestellt, als sie im Sommer 2020 erstmals einen entsprechenden Antrag gestellt hatten. Und auch für Manfred Rodens, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und ebenfalls CDU, gehört öffentliches WLAN zur Grundversorgung: „In der Innenstadt ist ein barrierefreies, öffentliches WLAN und die kostenfreie Nutzung ein Beitrag für ein zeitgemäßes Stadtmarketing für Bürger und Touristen. Der gezielte Ausbau mit Hotspots ist unser Beitrag zur digitalisierten Innenstadt.“

Stadtbürgermeister Erhard Hirschberg ergänzt: „Die neuen WLAN-Hotspots kommen vor allem dem Einzelhandel- und Gastronomiebereich zugute, weswegen wir die Einrichtung unterstützen.“ Und auch Michael Arens, Leiter der Region Trier der Westenergie, ist zufrieden: „Freies Internet im öffentlichen Raum gibt einer Kommune ganz neue Möglichkeiten, die Bedürfnisse von Gästen, Einwohnern und Gewerbetreibenden zu erfüllen.

Gerade an zentralen Orten gibt es eine starke Nachfrage. Und: Das Surfen im Internet ist nicht nur kostenlos, sondern auch unkompliziert.“

Kostenlos  – das bezieht sich übrigens zunächst nur für die Bürgerinnen und Bürger. Denn die Kommune hat das Angebot schon etwas gekostet – und somit auch wieder den Bürger und Steuerzahler. Für die Installation allein wurden 19 298 Euro fällig, die die Stadt allerdings nicht allein zu tragen hat. Denn 10 290 Euro Fördergeld flossen aus EU-Mitteln, genauer gesagt: aus dem Regionalbudget des Leader-Programms. Rund 9000 Euro Kosten bleiben somit an der Stadt hängen, zudem jährliche Servicegebühren von etwa 750 Euro.

Speicher ist übrigens beileibe nicht die einzige Gemeinde in der Eifel, die auf W-Lan-Hotspots setzt.

Flächendeckenden, freien Zugang zum Internet gibt es inzwischen etwa in Gerolstein, in Prüm und anderen Dörfern und Städten. In Bitburg ist die Versorgung ebenfalls im Aufbau.