Freitag startet in Bollendorf Lehrgang für zukünftige Streuobstwarte

Baumpflege : Das Wissen über Streuobst streuen 

Am Freitag startet in Bollendorf ein Lehrgang für zukünftige Streuobst-Baumwarte. Das Interesse ist groß – die damit verknüpfte Hoffnung aber auch.

Auf 20 Teilnehmer war die Veranstaltung ausgelegt. 24 haben sich am Ende angemeldet. Für Holger Tülp sind das gute Nachrichten. Seit wenigen Monaten leitet der Umweltwissenschaftler das neu eingerichtete Streuobstbüro des Naturparks Südeifel. Sinn und Zweck ist der Erhalt von Streuobstwiesen und die Sensibilisierung der Bevölkerung für diese Kulturlandschaften. Und ein wichtiger Baustein ist dabei das „Heranzüchten“ neuer Baumwarte.

Der Lehrgang, der dazu am Freitag startet, verfolgt genau dieses Ziel. In acht jeweils zweitägigen Modulen sollen Teilnehmer von den Grundkenntnissen und der Pflege der Bäume in den verschiedenen Entwicklungsphasen über die Sanierung und Rekultivierung von Bäumen sowie die Ökologie und Vernetzung der Streuobstflächen bis hin zur Anzucht und Verarbeitung vieles lernen. Nach erfolgreicher Teilnahme an mindestens sechs dieser Module können die Interessierten eine Prüfung machen. Wer diese absolviert, ist zertifizierter Baumwart für Streuobst.

Im Idealfall behalten die Baumwarte ihr Wissen dann nicht nur für sich, sondern setzen es gezielt ein. Das zumindest ist das, was sich das Diensteistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel als Veranstalter und Tülp als Streuobstbeauftragter erhoffen. Bislang nämlich gibt es im Naturpark Südeifel nur wenige Ansprechpartner.

„Für Baumbesitzer ist es wichtig zu wissen, dass es Experten gibt, die ihnen weiterhelfen können“, sagt Tülp. Und das wiederum mache es für die Teilnehmer des Lehrgangs interessant, fügt er hinzu. Über das Streuobstbüro könnten die ausgebildeten Baumwarte, die für die Teilnahme am Lehrgang mit allen acht Modulen immerhin 1120 Euro zahlen, an Baum- und Wiesenbesitzer vermittelt werden.

 „Wir arbeiten an einer solchen Strategie“, erklärt der Umweltwissenschaftler.  Derzeit würden dazu aber noch rechtliche und finanzielle Fragen geklärt.

Mehr von Volksfreund