1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Freude beim euvea Freizeit- und Tagungshotel Neuerburg über Lockerungen

Gastronomie : Hotel-Team schaut positiv nach vorn

Nach vielen Monaten des coronabedingten Lockdowns hat das euvea Freizeit- und Tagungshotel in Neuerburg wieder seine Türen geöffnet. Sowohl im Hotel, als auch im Restaurant, können die Mitarbeiter wieder Gäste empfangen und betreuen.

(red/ma) „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nun wieder starten dürfen“, sagt Thomas Metzger, Leiter des euvea Hotels in Neuerburg.  Endlich herrsche kein Stillstand mehr, bei dem keiner wisse, wo die Reise hinführt. „Auch für unsere betreuten Mitarbeiter ist das eine tolle Sache, dass sie nun wieder ihre gewohnte Arbeit aufnehmen dürfen und dabei auch in ihre normale Tagesstruktur zurückkehren“, betont der Hotelchef.

Nach den Lockerungen können Urlaubsgäste wieder zum Übernachten anreisen und im Innenbereich des Restaurants speisen. Dabei gelten die  Hygieneregeln auch weiterhin. Unter diesen Bedingungen dürfen auch die Serviceangebote des Hotels wieder in Anspruch genommen werden. Obwohl die Gäste nun endlich wiederkommen dürfen, so seien die Besucherzahlen dennoch weit von denen aus „normalen Zeiten“ entfernt.

„Sowohl im Hotel als auch im Restaurantbereich läuft es noch etwas schleppend“, berichtet der Hotelleiter weiter. „Aktuell haben wir nur etwa ein Drittel der üblichen Auslastung“. Doch woran liegt es? Thomas Metzger sieht das Problem bei den Corona-Auflagen: „Die Vorgaben zu unserem Schutz machen natürlich Sinn, aber für viele Gäste sind sie sehr aufwändig und schrecken ab. Zudem ist die Verunsicherung immer noch groß.“ Doch es geht langsam aufwärts. Das Hotel erreichen täglich immer mehr Buchungsanfragen, und auch das Restaurant profitiert von der steigenden Zahl an geimpften Personen. Und bei schönem Wetter lassen sich zusätzlich  viele Gäste in den Außenbereich der Gastronomie locken.

Die größte Freude über die Eröffnung des euvea Freizeit- und Tagungshotel herrschte aber bei allen Mitarbeitern mit Behinderung, die sowohl im Hotel als auch im Restaurant in verschiedenen Bereichen im Einsatz sind. Für sie war die Schließung besonders schwierig, da sie plötzlich das für sie sichere und gewohnte Arbeitsumfeld verlassen mussten.

Zudem ist die Arbeit im Hotel für viele nicht nur eine Beschäftigung, sondern eine Aufgabe, die sie täglich mit viel Freude, Engagement und Herzblut angehen. „Ich freue mich sehr, dass ich wieder hier sein darf“, sagt Timo Weiers, der im Restaurant im Service tätig ist. „Die Corona-Zeit war nicht so einfach und manchmal auch langweilig. Doch jetzt geht es endlich weiter.“ „Nicht im Hotel arbeiten zu dürfen war schon doof. Ich hatte zwar so auch genug zu tun, aber nun wieder hier im Einsatz zu sein, ist viel besser“, freut sich auch Johannes Schütz, der in der Küche seinen Arbeitsplatz hat.

Zuhause musste trotz geschlossenem Hotel aber kein betreuter Mitarbeiter bleiben. So waren zum Beispiel viele Mitarbeiter in der Lohnfertigung am Standort in Hermesdorf im Einsatz. Aber die dortige Arbeit war für alle kein wirklicher Ersatz zu der Beschäftigung im Hotel. „Hermesdorf war ok, aber das Hotel ist mir viel lieber“, sagt Susanne Schmitt aus dem Housekeeping. „Ich war zwar froh, dass wir nicht dauernd zuhause sein mussten, aber die Arbeit hier gefällt mir persönlich viel besser.“

Im Unterschied zum allgemeinen Arbeitsmarkt haben betreute Mitarbeiter einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung einen Beschäftigungsanspruch. Aus diesem Grund wäre zum Beispiel Kurzarbeit während der coronabedingten Schließung auch nicht möglich.

Im Unternehmensverbund der Westeifel-Werke ist dies aber kein Problem, da die Hotelmitarbeiter in dieser Zeit ihre Kollegen an anderen Standorten unterstützen konnten.

Auch wenn die Freude über die Rückkehr in das Hotel groß ist, so bringt die vorher gewohnte Arbeit nun neue Probleme mit sich. Die betreuten Mitarbeiter waren sieben Monate nicht mehr an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz. In dieser Zeit hätten sie so manches vergessen, was sie früher ohne Schwierigkeiten erledigten, so Metzger. Arbeitsabläufe müssten wieder neu erlernt und gefestigt werden.

„Einige Mitarbeiter waren zwar auch direkt wieder in ihrem Element, als wären sie nie weg gewesen, doch wir haben auch Personen, die wir nun quasi neu anlernen müssen“, berichtet der Hotelchef weiter. Dennoch sind alle Betroffenen natürlich froh, dass die Ungewissheit, wie es mit dem Hotel- und Gaststättengewerbe und damit auch der eigenen Arbeit weitergeht, vorerst beendet ist. „Es hakt zwar noch an einigen Stellen etwas, dennoch schauen wir positiv nach vorne“, so der Hotelleiter. „Eine erneute Schließung wäre nicht nur für unsere betreuten Mitarbeiter ein großer Rückschlag, sondern für die gesamte Branche.“

Weitere Informationen 
unter: www.euvea.de