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Freundschaft in Stein und Stahl

Freundschaft in Stein und Stahl

SCHÖNECKEN. Der Flecken ist um eine kulturelle Sehenswürdigkeit reicher: Eine neue Skulptur an der Hauptstraße in Schönecken symbolisiert die grenzüberschreitende Freundschaft im Dreiländereck. Die offizielle Einweihung ist am ersten Advent.

"Amitié - Freundschaft", lautet der Titel der aus vier Elementen bestehenden Installation, die sich seit kurzem auf der neu gestalteten Verkehrsinsel beim Busbahnhof befindet. Sie besteht aus zwei liegenden Sandsteinmonolithen mit einem Gewicht von jeweils sechs Tonnen, die die Landschaft der Region symbolisieren, sowie aus zwei Skulpturen aus Cortenstahlplatten, die sich in ihrer Form ergänzen und zwei Menschen ähnlich miteinander in Dialog stehen. Die benachbarten Bäume sind in der Installation einbezogen und stellen den Bezug zur Natur her. Mit einem Kran wurden die einzelnen Elemente in Position gebracht. Geschaffen hat die Installation der Bildhauer und ehemalige Schönecker Christoph Mancke, zu dessen Werken unter anderem auch das Bodenwasserrelief auf dem Trierer Kornmarkt gehört. Die Steine aus den Steinbruch Udelfang hat er von Hand gefertigt. "Die Skulptur steht zwar für die grenzüberschreitende Freundschaft, aber sie ist auch ganz privat und persönlich zu interpretieren" sagte Mancke. Viele aus dem Ort haben geholfen

Initiiert wurde das Projekt vom "Kulturkreis Altes Amt". "Die Skulptur ist etwas völlig neues im Ort", sagte Hilde Dogan, die Geschäftsführerin des Kunstkreises. Der Titel "Amitié" sei auch deshalb gewählt worden, weil Luxemburg im kommenden Jahr Kulturhauptstadt ist. Im Burgflecken nutzt man nun die Gelegenheit, um den Nachbarn ein solidarisches Zeichen zu setzen. Schöneckens Bürgermeister Werner Krämer packte beim Aufstellen der Skulptur selbst mit an: "Ich finde es ist wesentlich, dass das ganze Dorf an der Aktion beteiligt war. Viele Firmen und Bürger haben geholfen und Geräte zur Verfügung gestellt", sagte Krämer. Für Dogan ist damit die Installation ihrem Namen und dem, was sie bewirken soll, schon jetzt gerecht geworden: Freundschaft stiften.