Friede, Freude, Flocken

NEUERBURG (kah). Mit sich und der Welt zufrieden: Der Verbandsgemeinde (VG)-Rat Neuerburg hat während seiner jüngsten Sitzung wohlgemut auf vier Jahre kommunales Schaffen zurückgeblickt.

Es naht das Fest des Friedens. Wogen der Harmonie umspülten auch die Mitglieder des Neuerburger VG-Rats während ihrer jüngsten Sitzung. Lobeshymnen auf die Zusammenarbeit, die tollen Ergebnisse und den Bürgermeister bestimmten den lediglich mit erstem Schnee überraschenden Abend. Der Rat genehmigte die im Haushaltsjahr 2004 entstandenen überplanmäßigen Ausgaben von etwa 68 000 Euro im Verwaltungs- und 1500 Euro im Vermögenshaushalt. Auch die Jahresrechnung 2004 beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig. Der Fehlbetrag im Verwaltungshaushalt betrug etwa 2,84 Millionen Euro und lag damit um rund 280 000 Euro niedriger als im Plan veranschlagt. "Schwarzes Schaf" des Jahres 2004 war die Abwasserreinigung. Trübe Aussichten für die Bürger: "Ohne Gebührenerhöhung wird es sicherlich nicht gehen", sagte Stefan Billen (CDU). Höhepunkt der Sitzung war der kommunale Tätigkeitsbericht der Jahre 2002 bis 2005. 9,3 Millionen - so viel habe die VG seit 2002 investiert, sagte Bürgermeisters Norbert Schneider (parteilos) - "eine stolze Summe für unsere kleine VG". Um den Haushalt zu entlasten, habe sie ihre freiwilligen Ausgaben reduziert und den lang ersehnten Bedarfszuweisungs-Anspruch erreicht. Dazu hat die Privatisierung des Campingplatzes ebenso beigetragen wie die Halbierung der Personalkosten des Freibads. Schneider zeigte sich mit der Haushaltsentwicklung zufrieden. Der Gaytalpark verzeichnete 2005 mit 1250 Teilnehmern bei 40 Veranstaltungen eine Steigerung zum Vorjahr von fast 70 Prozent. Stolz dürfe man auch auf das neue Logo "Neu(erburger) Land entdecken" sein sowie auf die Maskottchen "Isi & Beko". Als wichtigstes Tourismusprojekt nannte Schneider den geplanten Enztal-Radweg. Die Gemeinden haben im besagten Zeitraum 110 Bauplätze zur Verfügung gestellt. 65 sind bereits bebaut. Insgesamt ergebe dies die Auftragssumme von 13 Millionen Euro, sagte Schneider. Besondere Herausforderungen für die Zukunft sehe er in der demografischen Entwicklung. Man müsse rechtzeitig Lösungen suchen, um trotz sinkender Geburtenraten die Nachfrage kommunaler Einrichtungen zu erhalten. "Nachhaltiges Handeln" sei wichtig. Eine Forderung, der die VG mit ihrem "Nachhaltigkeitsbericht" und der "Planungswerkstatt Wohnen" bereits nachkommt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort