Frische Milch auf dem Prüfstand

Frische Milch auf dem Prüfstand

Der Landeskontrollverband Rheinland-Pfalz-Saar ehrt Peter Fisch für 60 Jahre Arbeit im Außendienst. Als Milchleistungsprüfer kontrollierte er die Milch in landwirtschaftlichen Betrieben in der Eifel.

Körperich. "Wenn ich noch einmal auf die Welt kommen sollte, werde ich den gleichen Beruf wählen", sagt Peter Fisch mit einem Lachen. Schon als kleiner Junge begleitete er eine Milchkontrolleurin bei der Arbeit und wusste: Das will ich später auch mal machen.
Seine Arbeit begann er am 1. August 1954 im Hunsrück. Wenn er bei den Bauern übernachtete, gab es frisch gebackenes Brot und selbst gemachte Butter zum Frühstück. Anfang der 60er Jahre kam er zurück in seine Heimat und betreute die Landwirtschaftsbetriebe rund um Körperich.
Damals wurden die Kühe von Hand gemolken, heute übernehmen Melkanlagen oder Milchroboter diese Arbeit. Fisch prüft die frisch gemolkene Milch auf Fett, Eiweiß, Laktose und Zellzahlen. Diese Informationen seien wichtig, sowohl für die Milch als auch für die Auswahl von Zuchttieren, erklärt er. Durch Kreuzungen und spezielles Futter geben Kühe heute bis zu 25 Liter Milch in einem Melkvorgang. Früher waren 15 Liter schon eine gute Menge, so Fisch.
"Ich habe die Jahresberichte für 2000 Kühe von Hand geschrieben", erinnert sich der 80-Jährige. Seit den 90er Jahren tippt er alle Daten in seinen "Palm", einen Minicomputer, von wo sie sofort zur Zentrale nach Bad Kreuznach geschickt werden.
Neben seinem Beruf engagierte sich Fisch im Betriebsrat des Landeskontrollverbandes Rheinland-Pfalz-Saar und in der Gewerkschaft der deutschen Milchkontrolleure. Ein besonderes Hobby waren die Kälber-Fresser- und Rinderauktionen in Bitburg, deren Mitbegründer er ist. beba

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