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Frischzellenkur für alle Spielwiesen

Frischzellenkur für alle Spielwiesen

DALEIDEN. In einem Grundsatzbeschluss hat sich der Ortsgemeinderat Daleiden dafür ausgesprochen, auch weiterhin drei Kinderspielplätze zu betreiben. Grünes Licht gab er für die Erweiterung des Campingplatzes Falkenauel-Schwabert.

In Daleiden gibt es einen Spielplatz direkt am Kindergarten und drei öffentliche Spielplätze. Der Gemeindeunfallversicherungsverband nahm alle Flächen und Geräte routinemäßig unter die Lupe. Ergebnis: Die Anlagen am Kindergarten und im Neubaugebiet Hardter Höhe sind so weit gut in Schuss. Dort sind nur kleine Reparaturen nötig. Einen äußerst schlechten Zustand ermittelten die Prüfer auf dem 15 Jahre alten Platz "Hinter Loh". Morsche Holzteile müssten komplett erneuert werden. Dringenden Handlungsbedarf gibt es auch an den Metallgeräten der ältesten Anlage im Bereich Unterstraße (Nähe Haus Islek). "Die drei Plätze sind räumlich sehr gut verteilt. Aber wir müssen uns überlegen, ob wir alle erhalten und welche Altersgruppen wir jeweils ansprechen wollen", sagte Ortsbürgermeister Walter Reichert (CDU). 15 000 bis 20 000 Euro stehen als Investitionssumme im Raum. Bei der Finanzierung will die Gemeinde auch Zuschüsse von Stiftungen beantragen und auf Eigenleistungen der Bürger beim Aufbau der Geräte zurückgreifen. Beigeordneter Herbert Maus (FWG), Kornelia Gilz (SPD) und Georg Thommes (CDU) waren sich einig darin, keinen Platz aufzugeben. Einstimmig beschloss der Rat, eine Fachfirma mit Gestaltungsvorschlägen für Hinter Loh und Unterstraße zu beauftragen. Auch die Kinder sollen bei der Ideensammlung eingebunden werden. Die praktische Umsetzung könnte im Frühjahr 2007 starten. Die Familie Wollwert aus Dasburg will ihren Campingplatz im Daleidener Ortsteil Falkenauel-Schwabert um 130 auf rund 200 Stellplätze erweitern. Bereits vorhanden sind Kiosk, Aufenthaltsräume, Hausmeister- und Ferienwohnungen sowie neue Toiletten. Das Abwasser wird zu einer eigenen vollbiologischen Kläranlage am Campingplatz Machtemesmühle (Gemarkung Preischeid) gepumpt. Dort bewirtschaftet die Familie weitere 200 Stellplätze und ein Hotel. Im Bebauungsplanverfahren zur Erweiterung von Falkenauel-Schwabert war vor allem noch die Erschließung zu klären. Die Zufahrt führt künftig von der L 1 über einen Wirtschaftsweg der Gemeinde. Weil dieser Weg also über seinen ursprünglichen Zweck hinaus benutzt wird, schließt die Gemeinde einen so genannten städtebaulichen Vertrag mit der Familie Wollwert.Bauland-Erschließung demnächst Thema im Rat

Die insgesamt 700 Meter lange Fahrbahn mit den Banketten instand zu setzen, würde aktuell geschätzte 17 300 Euro kosten. Mit dieser Maßnahme will die Gemeinde allerdings noch warten, bis ein wesentlicher Teil der Campingplatz-Erweiterung fertig ist, weil der Weg noch durch die Baufahrzeuge belastet wird. Die Kosten für die Instandsetzung teilen sich Gemeinde und Campingplatz-Betreiber im Verhältnis 60:40. Der Betreiber baut auf seine Kosten und auf eigenen Flächen drei Ausweichbuchten und übernimmt künftig die Verkehrssicherungspflicht auf dem Erschließungsweg. Eigentümer bleibt die Gemeinde. Falls später einmal die Deckschicht komplett erneuert werden müsste, vereinbart die Gemeinde mit dem Betreiber, wie die Kosten dafür aufgeteilt werden. Einstimmig beschloss der Rat den Vertrag und den Bebauungsplan. "Sobald wir alle Unterlagen und Genehmigungen haben, legen wir los", kündigte Alois Wollwert im Gespräch mit dem TV an. Mit der Erschließung von Wohnbauland will sich der Gemeinderat in einer der kommenden Sitzungen befassen.