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Frischzellenkur für den Römer

Frischzellenkur für den Römer

Die römische Skulptur am Giebel der Niederkyller Kapelle soll touristisch erschlossen werden (der TV berichtete). Nun hat die Ortsgemeinde Stadtkyll dafür 3000 Euro aus ihrem Haushalt bereitgestellt.

Stadtkyll. (fpl) Antikes Erbe, modern aufbereitet: Der Römerkopf an der Niederkyller Kapelle soll künftig noch mehr Besucher anlocken. "Wir sind dabei, zusammen mit der Kirchengemeinde dieses Denkmal auch touristisch zu erschließen", sagt Ortsbürgermeister Nikolaus Simon. Nachdem es gelungen ist, ins Projekt "Straße der Römer" aufgenommen zu werden, stellt nun die Ortsgemeinde für das Vorhaben 3000 Euro bereit. Der kleine Platz am Ostgiebel der Niederkyller Kapelle soll einen neuen Zugang und eine Informationstafel erhalten. Angebote dafür werden zurzeit eingeholt. Die Giebelfassade, an der die Figur angebracht ist, wird neu gestrichen. Das Dach der 400 Jahre alten Kapelle hat die Kirchengemeinde bereits sanieren lassen, weil es dort durchregnete. Deshalb wird der Anstrich der übrigen Außenwände noch etwas warten müssen: "Da sammeln wir im Moment wieder Spenden", sagt Helmut Koch, der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrei-Verwaltungsrats.Wie genau der steinerne Römerkopf hergerichtet werden soll - er war vor vielen Jahren weiß gestrichen worden - ist noch nicht entschieden. Helmut Koch steht dazu in Kontakt mit Bistums-Konservator Hans-Berthold Busse. Auf jeden Fall aber soll sich die Skulptur farblich von der ebenfalls weißen Giebelwand abheben. Die Arbeiten an der Kapelle und dem Kopf sollen noch in diesem Sommer abgeschlossen werden. An der Abzweigung von der Bundesstraße 421 nach Niederkyll ist bereits ein Hinweisschild zum antiken Denkmal montiert worden. Und es scheint seinen Zweck zu erfüllen: "Die ersten Holländer sollen schon dort gesehen worden sein", sagt Simon.