Früher die Panzer, jetzt die Bagger

Früher die Panzer, jetzt die Bagger

Nach der erfolgreichen Vermarktung der Alten Kaserne wird jetzt die Umgestaltung der Verkehrsanlagen in Angriff genommen. Erstes Projekt, das gestern mit dem Spatenstich offiziell gestartet wurde, ist der ehemalige Haupteingang.

Bitburg. Fast 80 Jahre lang wurde das Areal militärisch genutzt. Erst von der Deutschen Wehrmacht und nach dem Krieg zunächst von den Luxemburgern, dann von den Franzosen und zuletzt schließlich von den Amerikanern. Einst waren auf dem Gelände der Alten Kaserne Panzer stationiert. Heute rollen dort Bagger und Baustellenfahrzeuge. Aus der militärischen Liegenschaft wird jetzt ein Wohn- und Gewerbeviertel.
Dass es so kommt, war gewollt. Dass die Vermarktung aber derart schnell über die Bühne gehen wird, damit hatte kaum einer gerechnet. "Das ganze Areal hier war praktisch an einem Tag verkauft", freut sich Joachim Streit, Landrat und als solcher auch Vorsitzender des Zweckverbands Flugplatz Bitburg.
Der Zweckverband investiert gemeinsam mit den Bitburger Stadtwerken eine halbe Million Euro in die Erneuerung der alten Kasernenzufahrt in der Mötscher Straße. Und um diese Gemeinschaftsmaßnahme gebührend zu würdigen, haben Stadt und Zweckverband zum offiziellen Spatenstich eingeladen.
"Es war ein Glücksfall, dass das ganze vom Zweckverband übernommen wurde", sagt Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels, der die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten lobt. Auch er ist froh, dass mit der neuen Nutzung das militärische Kapitel endgültig abgeschlossen ist. "Dieses Viertel wird sich zu einem Schmuckstück entwickeln", ist Kandels überzeugt.
Eine ähnlich erfreuliche Entwicklung wünschen sich die Beteiligten auch auf dem benachbarten Gelände der Housing. Dort ist nach dem bevorstehenden Abzug der letzten Amerikaner ebenfalls eine Konversion geplant. Initialzündung dieser Umnutzung soll die Landesgartenschau 2022 werden, für deren Austragung sich Bitburg beworben hat. Heute fährt eine Delegation aus Bitburg erneut nach Mainz, um für das Vorhaben zu werben. Ob die Stadt den Zuschlag erhält, entscheidet sich am 13. September. uhe

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