Für alle, die sie sich verdient haben

Für alle, die sie sich verdient haben

Bitburg und die Verbandsgemeinde (VG) Bitburger Land sind jetzt auch dabei: als 91. und 92. Kommunen im Land, die eine sogenannte Ehrenamtskarte anbieten. Die Kooperationsvereinbarung mit Rheinland-Pfalz ist offiziell im Bitburger Rathaus unterzeichnet worden.

Bitburg/Mainz. "Zwei Anträge liegen schon auf meinem Tisch", sagt Rüdiger Otte von der VG Bitburger Land. Und das, obwohl Stadt, VG und Land jetzt erst die letzte Voraussetzung dafür erfüllt haben, dass freiwillig Engagierte überhaupt eine Ehrenamtskarte erhalten können. Die ist nun offiziell von VG-Bürgermeister Josef Junk und Bürgermeister Joachim Kandels eingeführt worden. Zu Gast im schmucken Sitzungssaal des Bitburger Rathauses ist auch die Ministerialdirektorin Inge Degen, die extra aus der Mainzer Staatskanzlei angereist ist, um mit Junk und Kandels gemeinsam die Kooperationsvereinbarungen zu unterschreiben.
Sie betont, dass es eine Herzensangelegenheit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer sei, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gut zu gestalten. Junk, der die Ehrenamtskarte für eine "super Aktion" hält, ergänzt: "In vielen Dörfern würde ja kaum noch etwas Kulturelles stattfinden, wenn wir die ganzen Ehrenamtlichen nicht hätten."
"Dem Stadtrat war es ein großes Anliegen, die Karte einzuführen", lässt Kandels wissen. In Bitburg werde das Ehrenamt großgeschrieben: Man schaue sich nur die integrative Arbeit des Haus der Jugend mit behinderten Menschen an oder die ganzen Eifeler, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind und waren. "Ich kann Ehrenamtliche nur auffordern, eine Karte in Anspruch zu nehmen." Sie sei ein Dankeschön der Stadt, der VG und des Landes für die großartige Arbeit, die von allen Freiwilligen geleistet würde.
Neben den Einrichtungen, die aktuell schon dabei seien - darunter Cascade, Kulturgemeinschaft, Bitburger Marken- und Erlebniswelt oder auch das Freibad Oberweis und Schloss Malberg - und Vergünstigungen auf ihre Angebote gewähren, suche man stets nach weiteren Kooperationspartnern.
Die Besitzer einer Ehrenamtskarte - derzeit sind es 2000 Rheinlandpfälzer - können nicht nur im Eifelkreis, sondern landesweit vergünstigte Freizeitangebote nutzen, aktuell 400 an der Zahl. Mit von der Partie sind 92 Kommunen, darunter Trier, Mainz, Koblenz oder Worms. 25 liegen der Ministerialdirektorin zufolge noch auf Halde. Mit 48,3 Prozent engagierter Bürger liegt Rheinland-Pfalz laut repräsentativer Umfrage auf Platz eins im Ländervergleich. jok
Extra

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 16 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich, ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt. Sie wird von der Staatskanzlei ausgestellt, ist auf zwei Jahre befristet, kann danach aber erneut beantragt werden. Das Land stellt ebenfalls Vergünstigungen durch landeseigene Einrichtungen und Sonderaktionen. Weitere Infos und den Antrag zum Ausfüllen gibt es im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.wir-tun-was.de" text="www.wir-tun-was.de" class="more"%> red/jok

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