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Für Bauland Bitburg-Matzen steht noch kein Preis fest

Stadtrat und Ortsbeirat waren sich bisher nicht einig : Matzener Bauland noch ohne Preis

Im Sommer 2020 wurde mit der Erschließung des Neubaugebiets im Bitburger Stadtteil begonnen. Unklar ist aber nach wie vor, was die Grundstücke denn kosten sollen.

Lange haben die Matzener auf ihr Neubaugebiet gewartet. Vergangenes Jahr war es  soweit: Begleitet vom örtlichen Musikverein, wurden unter Einhaltung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen fünf Spaten in den trockenen Boden gerammt und Die Erschließung des Neubaugebiets Dorfwiese damit offiziell gestartet. Seitdem ist auf dem rund 1,78 Hektar großen Areal bereits viel Erde bewegt worden.

Geplant sind 13 Grundstücke, für die es zwar bereits Interessenten geben soll, zu denen aber noch ein wichtiger Aspekt fehlt. Bislang nämlich haben die städtischen Gremien noch nicht beschlossen, was der Quadratmeter Bauland kosten soll. Aus Sicht der Verwaltung schien die Sache einfach: Man teilt einfach die Erschließungskosten durch die Quadratmeter sämtlicher Grundstücke und erhält so den Preis. Bei gut 1,1 Millionen Euro Erschließungskosten und rund 8000 Quadratmetern kommt man so auf ungefähr 137, aufgerundet also auf 140 Euro.

Mit dieser Empfehlung ging es im Oktober vergangenen Jahres in die Gremien, wo der Vorschlag der Verwaltung aber auf Widerstand stieß. So wurde darauf verwiesen, dass das von der Stadt erschlossene Bauland in Erdorf deutlich günstiger angeboten werde, gleichzeitig aber das Baugebiet in Matzen aufgrund der vorhandenen Landwirtschaft im Ort auch nicht mit den reinen Wohngebieten in Stahl oder Masholder vergleichbar sei.

Der Beschlussvorschlag wurde daher zurückgezogen und stattdessen angekündigt, in Absprache mit dem Ortsbeirat einen neuen Preis festzusetzen, der erneut zum Beschluss vorgelegt werden soll. Bislang jedoch ist es dazu noch nicht gekommen. Das aber könnte sich in der für Ende Januar geplanten Stadtratssitzung ändern. Wie Werner Krämer, Pressesprecher der Stadtverwaltung, erklärt, solle die Angelegenheit noch in diesem Monat in den städtischen Gremien behandelt werden. Gewartet werde derzeit noch auf eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht.