Fundament ohne Grenzen

Da kann man die Politiker bei ihren meist langweiligen wie einfallslosen Eröffnungsreden noch so oft schelten, aber: die deutsch-belgische Handelsmesse Grenzlandschau/Comisa setzt inzwischen in der Tat deutliche Zeichen für ein geeintes Europa.

Da kann man die Politiker bei ihren meist langweiligen wie einfallslosen Eröffnungsreden noch so oft schelten, aber: die deutsch-belgische Handelsmesse Grenzlandschau/Comisa setzt inzwischen in der Tat deutliche Zeichen für ein geeintes Europa. Dass dies so gut gelungen ist, haben Mandatsträger wie Unternehmer in Belgien und Deutschland früh erkannt, galt es doch bereits vor zehn Jahren, nicht nur banale Dinge wie Terminüberschreitungen und Konkurrenzdruck zu vermeiden, sondern einen Wirtschaftsstandort zu etablieren, der frei von Grenzen, Vorurteilen, Missgunst und unnötigen Reglementierungen ist. 60 Jahre nach dem Ende des Terror-Regimes eines Größenwahnsinnigen, der auch in dieser Region unsägliches Leid und Elend stiftete, ist es umso bemerkenswerter, dass die "Grenz"-Bewohner zwischenzeitlich längst den Schulterschluss vollzogen haben und nicht nur wirtschaftlich, sondern auch freundschaftlich miteinander leben. Die Bereitschaft von Politik und Ökonomie sowie von Verbrauchern, diese Freundschaft weiter zu leben, sie auszubauen und auf andere Länder auszudehnen, ist insofern ein Fundament, auf das es sich lohnt, auch künftig zu bauen. m.reuter@volksfreund.de