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Fusion nimmt wichtige Hürde: Jünkerather Rat stimmt zu

Fusion nimmt wichtige Hürde: Jünkerather Rat stimmt zu

Einstimmig hat sich der Jünkerather Ortsgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag für eine Fusion der Verbandsgemeinden Prüm und Obere Kyll ausgesprochen. Damit ist eine wichtige Hürde genommen. Hätte der Rat sich gegen Prüm ausgesprochen, wären die aktuellen Planungen ins Wanken geraten.

Jünkerath. Erleichterung bei den Befürwortern einer Fusion der Verbandsgemeinden Obere Kyll und Prüm: Der Ortsgemeinderat Jünkerath hat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen, weiterhin den Zusammenschluss mit Prüm zu verfolgen.
Dabei war die Sorge im Vorfeld groß. Hätte der Rat einen Kurswechsel beschlossen, wäre die Grundlage für eine Fusion der elf wechselbereiten Gemeinden ins Wanken geraten.
KOMMUNAL- REFORM


Diane Schmitz, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Obere Kyll, zeigt sich erleichtert: "Ich bin froh, dass Jünkerath sich nun abermals für eine Fusion mit Prüm ausgesprochen hat." Damit sei nun endgültig klar, dass Jünkerath nicht zu den sogenannten "Unentschlossenen" zählt. Heinz-Peter Thiel, Landrat des Vulkaneifelkreises, suchte in den vergangenen Wochen das Gespräch mit den vier Gemeinden, in denen bisher nur der Rat einer Fusion zustimmte, nicht aber die Einwohner in Form eines Bürgerentscheids (der TV berichtete).
Alle Zahlen genau geprüft


Man habe alle Zahlen genau geprüft, alle Faktoren in die Entscheidung einbezogen und sich nun einstimmig für einen Gang nach Prüm ausgesprochen, sagt Jünkeraths Bürgermeister Rainer Helfen.
"Die Abstimmung ist das Ergebnis vieler Gespräche, die mit dem Ortsgemeinderat, der Verbandsgemeinde und dem Landrat geführt worden sind. Wir haben uns bis ins Detail informiert und haben die Einzelheiten genau hinterfragt", sagt Helfen. Im Abwägungsprozess sei einfach deutlich geworden, dass die finanzielle Situation des Orts bei einer Fusion mit Prüm günstiger sei, als beispielsweise ein Anschluss an die VG Gerolstein. Dass intensive Vorarbeit in dem Ratsbeschluss stecke, betont Helfen, sei auch daran zu erkennen, dass die Diskussion vor der Entscheidung des Rats ruhig, sachlich, emotionsfrei und ohne Spitzen geführt wurde. Er betont: "Ich möchte noch mal ganz deutlich sagen, dass alle Seiten und Möglichkeiten abgewägt wurden. Der Rat ist kompetent genug, um diese Entscheidung zu treffen." aff