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Gärtner stutzen Pflanzen im Park

Stadtentwicklung : Gärtner stutzen Pflanzen im Bitburger Waisenhauspark

Der Freischnitt soll auch verhindern, dass sich im Park „Angsträume“ bilden. Denn das Gelände gilt auch als Treffpunkt von Drogendealern.

Die Krähen im Bitburger Waisenhauspark werden unruhig. Krächzend verleihen sie ihrem Unmut Ausdruck. Über die lärmenden Maschinen und Arbeiter, die sie von ihren Logenplätzen auf den Baumkronen vertreiben.

In den vergangenen Wochen haben Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs rund um den Ententeich so einiges weggesäbelt. Die Vögel haben jetzt aber erstmal wieder ihre Ruhe. Denn inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen. Das Ziel der Aktion war aber nicht nur die Pflege der Pflanzen. Es sollten auch uneinsehbare Ecken frei geschnitten werden. Um Jugendlichen weniger Versteckmöglichkeiten für illegale Parties und Drogendeals im Park an der Kölner Straße zu bieten.

Denn seit Jahren ist die Grünfläche, vor allem abends, zum Treffpunkt von teils zwielichtigen Gestalten geworden. 2020 gab es hier mehrfach Einsätze der Polizei, die Corona-Feiern auflösen musste. Und dass in der Nähe des kleinen Weihers Joints geraucht werden sowie Koks geschnupft und mit Betäubungsmitteln gehandelt wird, ist lange bekannt.

Der Stadt, der Polizei und den Erziehern der angrenzenden Kita Liebfrauen ist das ein Dorn im Auge. Weswegen sie sich im vergangenen September zu einem Gespräch trafen und sich dabei einigten, den Park offener zu gestalten (der TV berichtete). Laut dem Bitburger Polizei-Dienststellenleiter Christian Hamm ist der Zweck dieser Umgestaltung, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verhindern sowie der „Entwicklung von Angsträumen“ vorzubeugen. Erster Schritt war die Verhängung eines Alkohol- und Glasflaschenverbots im Sommer. Der zweite: die Versetzung der bei Jugendlichen berühmt-berüchtigten „Kifferbänke“ im Park. Und der dritte und vorerst letzte Schritt war nun der Freischnitt der zugewachsenen Plätze.