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Ganz Basberg fährt in die Hauptstadt

„Unser Dorf hat Zukunft“ : Basberger fahren nach Berlin

Eines der kleinsten Dörfer in der Vulkaneifel holt die Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Nun fahren viele Bürger zur Siegerehrung in die Hauptstadt.

Am Tag vor der Abfahrt wird gefeiert und nebenbei auch noch die Verpflegung für die rund zehnstündige Busfahrt organisiert. „Wie das eben in unserm Dorf so ist“, sagt Ortsbürgermeister Jojo Diederichs. „Jeder bringt etwas mit.“

Basberg ist mit seinen knapp 100 Einwohnern die kleinste der acht Gemeinden, die 2019 im Bundesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Gold ausgezeichnet wurden.

Heute, Freitag um 14 Uhr, beginnt der Festakt mitsamt der Überreichung der Medaillen. Das Besondere: Während alle anderen Sieger-Gemeinden lediglich Delegationen nach Berlin entsenden, reicht den Einwohnern des kleinen Ortes ein Reisebus, um annähernd in voller Mannschaftsstärke in der Bundeshauptstadt aufzulaufen.

„Einige werden zudem mit dem Zug fahren“, sagt Diederichs. Auch Landrat Heinz-Peter Thiel und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Hans-Peter Böffgen, werden bei der Siegerehrung im Rahmen der „Grünen Woche“ in Berlin zugegen sein. Zudem macht der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder seine Aufwartung. Die Ehrung übernimmt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Die Basberger treffen damit auf viele bekannte Gesichter in Berlin und auf eines freuen sie sich besonders: „Heike Bohn, die ehemalige Bürgermeisterin der VG Hillesheim wird auch vor Ort sein und mit uns feiern“, erzählt Diederichs. „Sie fühlt sich unserem Dorf immer noch sehr verbunden und hat sich über unseren Erfolg sehr gefreut.“

Gefeiert wird in der Hauptstadt selbstverständlich auch: „Das Dorffest beginnt am Freitag um 17 Uhr. Wir werden an unseren eigens für den Tag hergestellten Basberg-T-Shirts zu erkennen sein“, erzählt der Bürgermeister. „Um 23 Uhr soll die Party beendet sein – mal schauen“, sagt Diederichs mit einem Augenzwinkern.

Bis Sonntag werden die Einwohner des kleinen Eifelortes im Rahmen von Stadtrundfahrten und Museumsbesuchen Berliner Luft schnuppern, bevor es auf den Heimweg geht. Knapp 80 Eifeler in einer Millionenstadt: So ein bisschen wie eine Tütensuppe im Ozean.

Für die daheim Gebliebenen werde es eine Liveübertragung der Goldmedaillen-Verleihung per Social-Media geben, sagt Diederichs. „Wir hoffen, dass das klappt. Ansonsten schicken wir selbstverständlich jede Menge Fotos.“