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Gedanken zum Fest Maria Lichtmess von Petra Schweisthal

Glaube im Alltag : Draussen vor der Tür

Gedanken zum Fest Maria Lichtmess.

Werden die ausrangierten Weihnachtsbäume in diesem Jahr auch abgeholt- wenn ja- wann?, lautete die Anfrage auf einem digitalen Netzwerk unseres Dorfes kurz nach Neujahr. „Die Sternsinger waren in diesem noch nicht da und die Segensformel an unserer Haustür wurde noch nicht aktualisiert.

Die kommen doch immer Anfang des Jahres und sammeln Geld für notleidende Kinder in der Einen- Welt. Also ist die Weihnachtszeit noch nicht vorbei“, fasste eine Nutzerin der gleichen digitalen Plattform ihre Orientierungshilfe und Antwort zusammen. Die Drei -Könige an unserer Hauskrippe warteten auch noch geduldig bis 6. Januar wie jedes Jahr abseits auf ihren Einsatz.

Die kommen eigentlich als Krippenfiguren immer zu kurz, weil die Weihnachtszeit nicht mehr wie früher bis Lichtmess – 2. Febr. – dauert, sondern immer am Sonntag nach Drei-König endet. Das Evangelium an Lichtmess berührt mich in diesem Jahr ganz besonders, weil es in unserer Familie noch Uromas gibt, die sich über die Ankunft bzw. den Besuch ihres jüngsten Urenkelkindes freuen, gleichsam wie die betagte Hanna in der entsprechenden Bibelstelle. 

Denn sie bringen immer wieder zur Sprache, dass es wirklich ein Geschenk Gottes ist, noch ein Urenkelkind erleben zu dürfen, mit dem sie Weihnachtslieder singen bzw. erlernen oder einfach zur Begrüßung oder zum Abschied einander zuwinken können.

Nach alter kirchlicher Tradition wurden am Fest Mariä Lichtmess von Seiten der Pfarrgemeinde und auch der Gottesdienstbesucher Kerzen aller Art in der Kirche gesegnet. Teils wurden diese den Eltern der Täuflinge und Kommunionkinder gegen eine Spende angeboten oder geschenkt. Andere fanden ihren besonderen Platz am Erinnerungsort für einen Verstorbenen oder als Fürbitt-Kerze in Zeiten von Krankheit und Not. Vielleicht kann es ja auch in 2022 eine Kerze des Dankes sein. 

Petra Schweisthal – Pastoralreferentin im Dekanat St. Willibrord Westeifel