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Gedenkarbeit im Interesse der Nachfahren

Kommentar : Gedenkarbeit im Interesse der Nachfahren

Die Corona-Krise lehrt uns, dass die Gesellschaft den Antisemitismus keinesfalls überwunden hat. Im Netz und auf Demos grassieren wieder Verschwörungsfantasien, die Juden zu Feinden erklären. Doch schon bevor die Pandemie die Republik erreichte, waren Ressentiments, Hass und Angriffe Alltag.

Das Gedenken an den Holocaust zu fördern, ist daher wichtiger denn je. Dennoch sollten wir nicht ungestüm vorpreschen. Wenn die Bitburger Stolpersteine verlegen wollen, sollten sie unbedingt das Gespräch mit den Nachfahren der Ermordeten suchen. Und sie nach ihren Wünschen fragen. Um nicht am Ende aus gutem Willen das Falsche zu tun.

c.altmayer@volksfreund.de