Gedenken mit Klezmermusik

Mehr als 70 Besucher haben das Klezmerkonzert zum Gedenken an die Opfer der Nazi-Vernichtungslager im Rathaus Gerolstein gehört. Dazu hatte das Forum Eine Welt eingeladen.

Gerolstein. Zuvor hatte Christa Karoli, Vorsitzende des Forums, an die über eine Million Opfer allein im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, erinnert. Sie zitierte aus einem Text von Peter Beier, dem Präses der evangelischen Kirche: "Zukunft braucht Erinnerung. Gedenkt! Erinnert nicht nur! Erinnerung atmet flach, Gedächtnis atmet tief."
Beigeordneter Josef Bach erinnerte an die Opfer aus Gerolstein. Er nahm Bezug auf das Buch "Gegen das Vergessen - das Schicksal der Gerolsteiner Juden" von Karl-Heinz Böffgen. "Wir wollen Menschen erreichen und informieren. Sie sollen erfahren, daß die Nazizeit und der Völkermord kein abstrakter, zurückliegender Teil deutscher Geschichte ist. Wir wollen zu Verständnis und Toleranz aufrufen und an den Mut der Bürger appellieren, um sich gegen Unrecht und Antisemitismus einzusetzen", zitierte er aus dem Vorwort des Buches.
Bach beendete seine Rede mit dem 1. Grundgesetzartikel: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Nach den Redebeiträgen spielte die Gruppe Niealldoh. Sie besteht aus sechs Musikern, die aus dem Raum Insul (Verbandsgemeinde Adenau) kommen. Sie boten Klezmermusik, jene aus dem mittel- und osteuropäischen Judentum stammende weltliche Musik. Sie orientiert sich an religiösen Traditionen, die bis in biblische Zeiten zurückreichen.
Die Musikgruppe verabschiedete sich von ihren Gästen nach einer Zugabe. red
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