Gegen Einsamkeit: Kontakte knüpfen beim Mittagstisch

Gegen Einsamkeit: Kontakte knüpfen beim Mittagstisch

Claudia Moser, Gemeindeschwester plus, plant die Einführung von Mittagstischen in den Ortsgemeinden der Region. Im Mittelpunkt der Treffen steht die Gemeinschaft zwischen den Teilnehmern.

Bitburg. Oberlascheid, Halsdorf und Brimingen: "Diese drei Eifelgemeinden haben bereits signalisiert, dass sie Mittagstische ausrichten möchten", sagt Claudia Moser, die Gemeindeschwestser Plus des Eifelkreises.
Bei den Mittagstischen gehe es nicht nur darum, satt zu werden, sondern auch um Gemeinschaft mit anderen und "dem Erleben schöner Nachmittage", erklärt Moser, die ihr Projekt "Mittagstische" im Eifelkreis ausbauen möchte. Generationenübergreifend sollen sie sein, diese Treffen. Moser, die seit Oktober 2015 als Gemeindeschwester plus im Eifelkreis arbeitet, steht mit weiteren Dorfchefs in Kontakt, die an dem Projekt interessiert sind. Moser: "Einige müssen sich allerdings noch mit ihren Gemeinderäten abstimmen, bevor es dort losgehen kann."
Doch wie Moser erklärt, kämen nicht zwingend nur Ortsgemeinden als Ausrichter der Mittagstische in Frage. Ganz im Gegenteil: Moser hofft, dass auch engagierte Bürger, Vereine und sonstige Einrichtungen mitmachen und solch ein Angebot auf die Beine stellen.
In Halsdorf beispielsweise nimmt die Frauengemeinschaft die Ausrichtung des Mittagstisches in die Hand. Ein wichtiger Termin für Interessierte: Bis zum 20. September haben Einzelpersonen und Institutionen die Möglichkeit, bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen Fördergelder zu beantragen. Mit bis zu 1200 Euro kann ein Mittagstisch bezuschusst werden.
Wichtig: Wer diesen Gründungszuschuss mitnehmen möchte, muss den ersten Mittagstisch zwischen dem 10. und 15. Oktober veranstalten. Moser: ,,Wir wollen die Aktion natürlich auch über diesen Zeitraum hinaus in den Ortsgemeinden etablieren."
Claudia Moser bekleidet seit Oktober 2015 das Amt der Gemeindeschwester plus im Eifelkreis (der TV berichtete), einem Modellprojekt der Landesregierung, bei der es um die präventive und gesundheitsfördernde Beratung alter Menschen geht, die noch nicht das Stadium der Pflegebedürftigkeit erreicht haben.
Ihre Aufgabe: ,,Ich schaffe Netzwerke, damit ich den Senioren so viel Hilfe wie möglich zukommen lassen kann", sagt Moser, die ihr Büro beim Deutschen Roten Kreuz in Bitburg eingerichtet hat. rot
Weitere Informationen zum Mittagstisch und zur Arbeit der Gemeindeschwester plus gibt es bei Claudia Moser telefonisch unter 06561/6020315 oder per
E-Mail an info@gemeindeschwesterplus.de

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