Geheimrezept gegen das Chorsterben

Geheimrezept gegen das Chorsterben

Noch vor einem Jahr sorgte sich die Chorgemeinschaft St. Stephanus - Burg Reuland, Großkampenberg und Lützkampen - um den Fortbestand ihrer zwei Adventskonzerte. Um dies zukünftig zu vermeiden, setzte man alle Hoffnungen in einen eigens gegründeten Projektchor - zu Recht.

Großkampenberg/Lützkampen/Burg Reuland. Wie soll das nur weitergehen, fragten sich die Mitglieder der Chorgemeinschaft St. Stephanus - Burg Reuland, Großkampenberg und Lützkampen, nach ihrem Adventskonzert vor einem Jahr.
Einige Stimmlagen seien damals so dünn besetzt gewesen, dass mit nur einem weiteren Ausfall das gesamte Konzert gefährdet gewesen wäre, sagt Clemens Thelen, Chororganisator in Lützkampen. Neue Stimmen waren dringend nötig, doch woher sollten die kommen?
Neue Wege beschreiten


Man beschloss, neue Wege zu beschreiten. "Im Sommer riefen wir zu einem Projektchor auf, also einer Chormitgliedschaft für ein bestimmtes Projekt." In diesem Fall sei das halt das Adventskonzert gewesen. Ob jemand wohl erwartet hat, dass dies die Lösung zwar nicht aller, aber zumindest einiger Probleme werden sollte? Die Rechnung ging nämlich mehr als auf. "Das Ergebnis: Ein Chor mit nahezu 50 Sängerinnen und Sängern", sagt Thelen und staunt. Allein mit den 16 Mitgliedern der Tenorstimmlage könnte man einen eigenen kleinen Chor gründen, stellt er zufrieden fest. Dabei seien doch sonst gerade die Männerstimmen unterbesetzt. Ein Problem, mit dem sich St. Stephanus angesichts von 27 singenden Herren diesmal nicht rumschlagen musste. Thelen empfiehlt den neuen Weg als Geheimrezept gegen das grassierende Chorsterben weiter. Im kommenden Jahr werde man erneut darauf zurückgreifen, und vielleicht gibt es sogar ein zweites Projekt. aff

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