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Geld aus Kreis- und Landeskasse

Geld aus Kreis- und Landeskasse

SCHLAUSENBACH. (fpl) Der Auwer Ortsteil Schlausenbach, von den Sturmschäden vor zwei Wochen schwer getroffen (der TV berichtete), soll weitere schnelle Unterstützung von Kreis und Land erhalten.

Für den Bitburg-Prümer Landrat Roger Graef war es der erste Außentermin nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub: Am Montag besuchte er die sturmgeschädigte Gemeinde Schlausenbach, zusammen mit dem Prümer Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen und mit Edgar Kiewel, dem Kreisbeauftragten für die Dorferneuerung. Graef ließ sich zunächst vom Auwer Ortsbürgermeister Paul Fuchs erläutern, wo der Orkan am schlimmsten gewütet hatte. Anschließend sagte er den geschädigten Hauseigentümern weitere öffentliche Unterstützung zu.Großzügige Unterstützung

Bisher hat die Mainzer Landesregierung bereits 10 000 Euro Soforthilfe überwiesen sowie den Höchst-Fördersatz aus dem Dorferneuerungs-Programm in Aussicht gestellt. Dieses Geld - bis zu 30 Prozent der Schadenssumme, maximal rund 20 000 Euro - ist vorgesehen für die Behebung von Schäden, die nicht von der Versicherung abgedeckt sind. Wer außerdem zwecks Planung des Wiederaufbaus das Winterspelter Architektenbüro Lenz & Partner in Anspruch nehmen will, erhält ebenfalls Unterstützung. Bis zu 7500 Euro werden für diese Leistungen insgesamt gezahlt. "Und wenn diese Summe weg ist", sagte Graef, "kann gegebenenfalls über die Ortsgemeinde ein zweiter Antrag gestellt werden. Auch die Kosten für die Deponierung von Bauschutt, soweit nicht von der Versicherung abgedeckt, übernimmt der Kreis." Graef bedankte sich ausdrücklich bei allen, die nach der Katastrophe vom 10. Juni in den Rettungseinsatz geeilt waren: THW, Feuerwehr, DRK "und allen weiteren Institutionen, die mitgeholfen haben. Da sieht man, dass wir nicht auf sie verzichten können." Weiteres Graef-Lob ging ans RWE, das in kürzester Zeit den Transformator repariert und alle Hausanschlüsse wieder hergestellt hatte und an die Mainzer Landesregierung für Sofort- und Förderhilfe. Und nicht zuletzt zeigte sich Graef angetan vom Zusammenhalt der Schlausenbacher Dorfgemeinschaft, die inmitten der Katastrophe auch noch für die Verpflegung der Einsatzkräfte gesorgt hatte.