Geld für Anwälte ist da, aber sonst fehlt es überall

Geld für Anwälte ist da, aber sonst fehlt es überall

Windkraft

Zu unserem Interview "Wir werfen die Flinte nicht ins Korn" mit Moritz Petry, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Südeifel (TV vom 12. Juli) schreiben diese Leser:
Mit ungläubigem Staunen haben wir die Aussagen von VG-Bürgermeister Petry gelesen. Befindet er sich in einer Traumwelt?
Er beklagt, dass den Gemeinden das Geld ausgeht, weil die Windkraftpläne der Verbandsgemeinde eingeschränkt wurden. Nicht das erste Mal regt sich der Bürgermeister auf, dass zum Beispiel nicht mehr genügend Geld für Schwimmbäder da ist.
Allerdings hat er selbst wohl eine gut gefüllte Kasse für seinen Anwalt, der ihn in Sachen Windkraft überallhin begleitet. Auf den VG-Ratssitzungen erscheinen sie stets zu zweit, und bei Vorsprachen bis hin nach Koblenz und in Mainz gibt es die beiden Unzertrennlichen (Bürgermeister Petry und seinen Anwalt) nur im Doppelpack. Anwälte kosten viel Geld. Wenn aber kein Geld für das Nötigste da ist, woher nimmt die Verbandsgemeinde Südeifel diese Beträge für bestimmt nicht bescheidene Anwaltskosten?
Wie sind die Kommunen nur vor der Windkraft zurechtgekommen? Die Höhe des verpassten Geldsegens aus der Windkraft scheint laut Bürgermeister Petry viel zu hoch gegriffen, die tatsächlichen Erträge dieser Energiegewinnung sehen anders aus. Noch immer fehlen ausreichende Speicherkapazitäten.
Bei Dunkelheit keine Photovoltaik, bei Windstille keinen Windstrom. Dann kommt der "grüne" Strom aus Cattenom oder Tihange, diesen Pannenreaktoren! Zu Recht sind Petitionen eingereicht worden, diese alten und gefährlichen Atomkraftwerke sofort abzuschalten.
Aber solange der Großkunde Deutschland, der seine eigenen und weitaus sichereren AKWs in einer Panikreaktion abgeschaltet hat, nun ständig nachfragt, um den dringend benötigten Ersatzstrom teuer einzukaufen, läuft das Geschäft prächtig. Warum also abschalten?
Der Verbraucher hat das alles mit steigenden Umlagen zu bezahlen. Neue Windräder machen unseren Strom nur noch teurer. Aber das dürfte Herrn Petry weniger interessieren.
Madeleine und Ian Heywood, Holsthum

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