Geld regiert die Welt

Was hätte man doch alles mit den 37 Lotto-Millionen anstellen können? Walburga und ich haben uns vergangene Woche natürlich auch froh geschwätzt. Während meine Frau von einer Weltreise sprach, dem regelmäßigen Besuch einer Schönheitsfarm (auch für mich) und vom Bau eines schmucken Schlösschens im Islek, habe ich die Sache pragmatisch gesehen.

Mir schwebte für den Fall der Fälle dann doch eher die Unterstützung notleidender Kommunen vor. Etwa hätte man den Prümern unter die Arme greifen können, damit die zum Beispiel endlich mit ihrem Bahngelände zu Potte kommen. Außerdem kriegen die ja sowieso nie Zuschüsse; mal abgesehen von der geschenkten Stadthalle und den Millionen für das Teichplatzparkdeck. Vielleicht wäre ich aber auch als Sponsor aufgetreten. Etwa für die Bitburger Genießer-Nacht. Nach der Absage von Sarah Connor muss man sich da ja mit Tobias Regner und Mike Leon Grosch zufrieden gegen. Kennt die jemand? Garantiert nichts gegeben hätte ich dem Host Nation Council. Deren Bettel-Aktion durch die defizitären Kreis-Gemeinden hat nämlich schon Früchte genug getragen, was man zuletzt an der tollen Zusammenarbeit zwischen Amerikanern und Deutschen beim Flugzeugunglück in Oberkail gesehen hat. Allerdings könnte man vielleicht doch noch ein paar Euros hineinpumpen, damit Papier da ist, um die Kommunen zu informieren, die damit rechnen können, dass ihnen irgendwann auch mal versehentlich ein Jet aufs Dach fallen könnte. Schließlich will man ja Bescheid wissen, wofür das Geld gut ist, das man so abdrückt...