Gelungene Luft-Nummern

BITBURG. Fliegerstars am Himmel über Bitburg: Zur internationalen Airshow auf dem Flugplatz Bitburg kamen tausende Besucher. Sie ließen sich von den tollkühnen Piloten begeistern.

Das schlagende Geräusch der Hubschrauberrotoren, drehende Propellerschrauben, Kerosingeruch in der Luft: Die Atmosphäre des Flugspektakels in Bitburg ist allgegenwärtig. Die Stimme aus dem Lautsprecher lenkt das Augenmerk der Besucher auf ein rotes Flugzeug am Himmel. "Schauen sie sich an, wie fantastisch diese Frau fliegen kann. Pascale Alajouanine ist nicht irgendeine Pilotin. Sie ist mehrfache Europa- und Weltmeisterin im Kunstflug", ist als Erklärung zu hören. Als sich die "Lady in Red" aus ihrem engen Flugzeug schält, klatschen die Menschen begeistert Beifall. Freundlich geht die Französin auf die Menge zu und verteilt Autogramme. Unterdessen geht die Schau weiter. Ein Höhepunkt jagt den nächsten. Mit der "Patrouille Winglets Tranchant" die einzige Frauen-Kunstflugstaffel am Start, die Niederländer sind mit fünf Ultraleicht-Maschinen angetreten, alte Boing "Stearman" rollen über das Feld, mit der Douglas "Skyraider" ist das mit 2800 PS stärkste einmotorige Flugzeug gekommen und am Abend starten rund 20 Heißluftballone in den Himmel über Bitburg. An beiden Tagen sind die Rundflüge mit dem Helikopter ebenso ausgebucht wie die Starts mit der alten Antonov. Am Boden zu bestaunen sind Einsatzhubschrauber von Landes- und Bundespolizei. Maschinen der Bundesluftwaffe und der amerikanischen Air Force sind ebenso zu sehen. Auch die luxemburgische Luftrettung hat ein Team geschickt. Die zeigten die Rettung eines Menschen aus der Luft. Über eine Seilwinde wird die verletze Person in den Rettungshubschrauber gehoben. Mehr als 100 Flugzeuge, alte und moderne, sind zu besichtigen. Auch die Bitburger Autohändler stellten aktuelle Modelle aus. Am Sonntag ist das "Breitling Jet Team" mit ihren Albatros L 39 Jets der Blickfang am Himmel und am Boden. Die erste Privatstaffel mit Jets weltweit ist für seine tollkühnen Kunststücke bekannt. Die früheren Militärpiloten der "Patrouille de France" fliegen mit höchster Präzision. Beim Überflug der Sechserformation hält trotzdem so mancher den Atem an. Nächste Airshow in zwei Jahren

Für die Sicherheit am Boden und in der Luft sorgen zahlreiche Helfer. "Davon stellen wir rund 120. Durch unsere große Erfahrung in der Ausrichtung von Airshows verfügen wir über viele geschulte Leute", erklärt Jean Birgen. Der Organisator auf luxemburgischer Seite ist Präsident der Féderation Aéronautique Luxembourgoise und war die wichtigste Kontaktperson von Organisator Helmut Berscheid von der Flugplatz Bitburg GmbH. Ein ganzes Jahr der Vorbereitung liegt hinter den beiden. "Wir sind in dieser Zeit Freunde geworden. Die Zusammenarbeit ist sehr gut", sagt Berscheid, der dem gesamten Team Bestnoten erteilt. "Wir haben hart gearbeitet. Der sehr gute Besuch und der reibungslose Ablauf entschädigen uns dafür. Wir sind stolz und glücklich, einen tollen Flugtag geboten zu haben. Der war maßgeblich von den luxemburgischen Fliegern geprägt." Jean Birgen: "Im Ländchen haben wir leider nicht die Möglichkeiten, solch einen Flugtag auszurichten. Deshalb freuen wir uns um so mehr, dass wir das gemeinsam mit den Bitburgern tun können." Den Ablauf wollen die beiden Organisatoren, denen auch Kritikpunkte vorgetragen wurden, weiter verbessern. Sie äußerten übereinstimmend die Absicht, die Airshow alle zwei Jahre auszurichten. Ein ClickMe-Team hat weitere Bilder zu den Flugtagen geschossen. Seite 22

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