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Gemalter Protest gegen rücksichtslose Hundebesitzer

Gemalter Protest gegen rücksichtslose Hundebesitzer

Mit selbst gemalten Schildern wehren sich die Kinder der Kita Stadtkyll gegen Hundebesitzer, die ihre Tiere rund um ihren Spielplatz im Wald und den Weg dahin ihre Haufen machen lassen und sie nicht entsorgen.

Stadtkyll. "Wenn wir aus dem Wald kommen und an den Schuhen von 20 Kindern ist Hundekot, das ist schon sehr ärgerlich", sagt Annemie Müller, Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef in Stadtkyll. "Und außerdem riecht es nicht wirklich gut."
Für den Kindergarten gibt es im Wald am Ortsrand von Stadtkyll im sogenannten Höhlenberg einen Waldwagen und ein Baumhaus, wohin der Kindergarten oft Ausflüge unternimmt.
Allerdings wird der Weg oft auch von Hundebesitzern genutzt, die nicht bereit sind, die Häufchen ihrer Tiere beispielsweise mit einer Tüte mitzunehmen und in einem Mülleimer zu entsorgen.
Leiterin von Idee begeistert


"Deshalb haben wir uns überlegt, was wir machen können", sagt die Kita-Leiterin. Einmal in der Woche habe man im Kindergarten ein Parlament, bei dem man mit allen Kindern spreche.
Dabei hätten die Kinder vorgeschlagen, selbst Schilder zu malen und die im Wald aufzustellen. Die Idee fand Annemie Müller so gut, dass sie direkt umgesetzt worden ist. Denn sie habe die Erfahrung gemacht, das Aufrufe im amtlichen Mitteilungsblatt so gut wie keine Wirkung haben.
Mittlerweile haben die Kinder mehrere Dutzend Schilder gemalt, die nun rund um den Spielplatz im Wald aufgestellt werden sollen.
Auch Uschi Heck, die Vorsitzende des Elternbeirats, hofft, dass die Kinder bei den Hundebesitzern ein Umdenken bewirken. Sie habe selbst einen Hund und für sie sei es selbstverständlich, die Haufen anschließend nicht einfach zurückzulassen, sondern zu entsorgen. ch