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Gemeindehaus Neuendorf: Eröffnungsfeier steht an

Dorfentwicklung : Fix und fertig und feierbereit

Gut für den Zusammenhalt: Die Neuendorfer eröffnen ihr neues Bürgerhaus. Die Finanzierung? Kein Problem.

Wer in den vergangenen Jahren öfter zwischen Olzheim und Stadtkyll auf der Bundesstraße 51 unterwegs war, konnte beim Vorbeifahren den Baufortschritt am Neuendorfer Dorfgemeinschaftshaus verfolgen. Es ist nämlich von der Straße aus wunderbar zu sehen.

Inzwischen, fünf Jahre nach Baubeginn, sind sie längst fertig mit allem, „seit gut anderthalb Jahren“, sagt Ortsbürgermeister Theo Roderich. Vorangegangen war ein Abriss: Die Gemeinde kaufte damals das Grundstück, das alte Bauernhaus darauf verschwand.

Eine erste Familienfeier sei mittlerweile bereits im neuen Haus über die Bühne gegangen, sagt Roderich. Nur die offizielle Einweihung durften sie bislang nicht feiern, weil, wie in allen Gemeinden und in den vergangenen beiden Jahren, die Pandemie solche Feste verhinderte.

Am Sonntag, 23. Mai, dürfen sie aber endlich, weshalb Roderich und Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, jetzt auch zur Feier eingeladen haben: „Das ist ein schönes Projekt gewesen“, sagt Söhngen, „und eine große Leistung für ein so kleines Dorf. Ich bin mir sicher, dass das Haus den ohnehin schon vorhandenen Zusammenhalt in Neuendorf noch stärken wird.“

Beginn ist um 10.30 Uhr mit einem Frühschoppen, eine Stunde darauf folgt der Empfang mit den beiden Gemeindechefs. Zum Mittagessen spielt der Musikverein Hallschlag-Scheid, im weiteren Verlauf des Nachmittags folgen Kaffee, Kuchen, die Einsegnung um 14.30 Uhr, und von 15 Uhr an liefern „Schmitz Backes & Co“ die Musik.

Schick ist es geworden, das neue Haus. Die Kosten? „Wenn man alles zusammenrechnet“, sagt Roderich, „dann werden wir nicht weit von der halben Million liegen. So 450.000 Euro dürften es sein.“

Das können sie stemmen: „Von der finanziellen Seite sind wir nicht schlecht gestellt, sagt Roderich. „Wir haben ziemlich viel Gemeindewald.“

Viel Holz fürs gelungene Haus also. Für das Geld erhalten die Neuendorfer unter anderem einen Saal mit Kapazität für 80 bestuhlte Plätze, eine komplette Küche, Theke, Sanitärräume, „natürlich alles behindertengerecht“, ergänzt der Gemeindechef.

Geplant hat den Bau VG-Architekt Günter Wilwers. Und der, sagt Roderich, „hat sehr viel Energie da reingesteckt – und uns gut begleitet“.

 Dorfgemeinschaftshaus Neuendorf: Blick in den Saal.
Dorfgemeinschaftshaus Neuendorf: Blick in den Saal. Foto: Fritz-Peter Linden

Rund ums neue Haus: Parkflächen, Bänke, Grün. Und an der Frontfassade ein Kunstwerk von Hubert Kruft aus Niederprüm, das Menschen allen Alters und jeder Größe zeigt: Ist eben ein Haus für alle im Dorf. Und am Sonntag dürfen sie es endlich auch feierlich eröffnen. Wird auch Zeit, zumal weitere Buchungen für die kommenden Wochen und Monate bereits vorliegen.