1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Gemeindehaus und Verkehrsberuhigung auf Wunschliste

Gemeindehaus und Verkehrsberuhigung auf Wunschliste

Kein Gemeindehaus, keine Gaststätte und viel Durchgangsverkehr: In Beilingen gibt es Projekte, die die Bürger teilweise selbst in die Hand nehmen. Die Erweiterung der ehemaligen Schule zu einem Gemeindehaus steht an erster Stelle. Straßenbaumaßnahmen sind vorgesehen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Beilingen. Zupacken und Engagement sind bei dem Projekt gefragt, das momentan in Beilingen oberste Priorität hat: der Umbau der alten Schule zu einem zentralen Treffpunkt. 5000 Euro der veranschlagten Kosten sollen durch Eigeninitiative aufgebracht werden.

Kirchplatz soll umgestaltet werden



So greife man auch auf Vorhandenes zurück, sagt Ortsbürgermeister Michael Mohr. Die Theke stamme beispielsweise aus einer ehemaligen Gaststätte. Doch nicht alles könne durch Eigenleistung verwirklicht werden.

Mittelfristig sieht die Planung vor, das ehemalige Schulgebäude um einen großen Saal zu erweitern. Ein gedämmter Hallenbau, der durch Erdwärme geheizt wird, ist vorgesehen. Dabei ist auch eine Wärme-Isolation des Altbaus eingeplant, um das ganze Gebäude möglichst günstig unterhalten zu können. Die Kosten werden sich im Bereich von 250 000 bis 300 000 Euro bewegen. Die Verbandsgemeinde Speicher hat dem Bauvorhaben bereits zugestimmt, die Bestätigung des Kreises steht noch aus.

Das zweite Projekt betrifft Straßenbaumaßnahmen. Der Kirchplatz solle umgestaltet und durch einen übersichtlichen Straßenverlauf sicherer werden, sagt Mohr. Vor einigen Jahren war Beilingen noch für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt, heute schlängelt sich der Schwerlastverkehr wieder durch die engen Straßen. Grundsätzlich solle dem Charakter einer Durchfahrtsstraße entgegengewirkt werden, sagt der Ortsbürgermeister. Wie auf den Schildern am Dorfeingang zu lesen ist, bedeutet die Fahrt zwischen Spangdahlem und Speicher über Beilingen keinen Zeitgewinn.

Paten kümmern sich um Projekte



Etatkürzungen und Sparmaßnahmen machen erfindungsreich. So wurden Grillhütte, Spielplatz, Grotte und weitere Projekte an Paten vermittelt. Diese kümmern sich um ihr Patenprojekt und erledigen kleinere Arbeiten in Eigenregie. Mohr: "Mit diesem neuen Konzept wird die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt."