"Gemeinsam etwas bewegen"

Seit mehr als dreißig Jahren engagiert sich Peter Kockelmann bereits ehrenamtlich und machte sich in dieser Zeit für die kommunale Selbstverwaltung stark. Hierfür wurde er nun geehrt.

Bitburg. "Es ist ganz einfach: Wenn du eine Idee hast, dann versuche, sie irgendwo einzubringen", sagt Peter Kockelmann entschieden. "Nur ist es leider etwas aus der Mode gekommen, Verantwortung zu übernehmen."
Den Vorwurf, dieser Mode blind zu folgen, muss Kockelmann sich selbst gegenüber zumindest nicht erheben. Seit über dreißig Jahren ist er bereits in der Kommunalpolitik tätig. Er ist Mitglied im Stadtrat der Stadt Bitburg sowie Ortsbeirat in Bitburg-Stahl. Außerdem engagierte er sich über viele Jahre hinweg in den unterschiedlichsten Ausschüssen, vom Wirtschafts- und Verkehrsausschuss über den Ausschuss für Jugend, Kultur und internationale Beziehungen bis hin zum Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft und Umwelt.
Für seine besonderen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung erhielt er die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz, eine Anerkennung, die nur denjenigen zuteil ist, die sich über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich verdient gemacht haben.
"Die Auszeichnung hat mich sehr überrascht - aber auch gefreut", sagt Kockelmann. "Ich denke, dass die Nadel ein Zeichen dafür ist, dass ehrenamtliche Arbeit früher oder später bemerkt und auch honoriert wird."
Menschen direkt erreichen


Doch wichtiger als öffentliche Anerkennung ist es Kockelmann, parlamentarische Basisarbeit zu leisten und so die Menschen unmittelbar zu erreichen: "Ich sehe meine Aufgabe in erster Line darin, etwas für die Menschen aus unserer Region zu tun", sagt Kockelmann. "Ich bin geradeheraus und versuche, nicht nur den sturen Verwaltungsweg zu gehen."
Eine Herzensangelegenheit sei es ihm auch, junge Menschen für ehrenamtliches Engagement zu begeistern. "Es gibt so viele Möglichkeiten, sich einzubringen", sagt Kockelmann. "Nicht nur in der Politik, auch in sozialen Einrichtungen oder Vereinen kann man etwas bewegen."
Dem ehrenamtlichen Nachwuchs gibt Kockelmann auch einen Rat mit auf dem Weg: "Wichtig ist, immer daran zu denken, dass es um konkrete Arbeit geht. Nur reden und schreiben - das bringt nichts. Man muss Freude daran haben, gemeinsam etwas zu bewegen, ohne sich dabei ständig zu fragen: Darf ich das überhaupt?"