Mitfahrerparkplätze in der Eifel: Gemeinsam sparen, statt einsam fahren

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Fahrgemeinschaften sind beliebt. In den Eifelkreises gibt es deshalb Mitfahrerparkplätze. Dei Standtorte werden nach bestimmte Kriterien ausgewählt.

Es ist früh am Morgen, ein Wagen nach dem anderen rollt auf den Parkplatz in der Nähe der A 60 bei Badem. Autofahrer steigen aus, eilen zu anderen Wagen und es geht gemeinsam weiter. Es gibt viele gute Gründe, eine Fahrgemeinschaft zu gründen. Es spart Sprit und Kilometer, es ist umweltfreundlich und gemeinsam unterwegs zu sein, macht oft mehr Spaß. Um diesen Trend zu unterstützen, gibt es Mitfahrerparkplätze. Der erste ist laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Ende der 1980er-Jahre in Schweich am Leinenhof gebaut worden.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es nach Angaben des LBM Gerolstein 14 solcher Stellflächen an zentralen, verkehrsgünstigen Orten mit insgesamt 617 Parkplätzen.  Der größte Mitfahrerparkplatz im Eifelkreis hat 80 Stellplätze und liegt an der A 60 bei Spangdahlem. 70 Stellplätze gibt es an der B 257/K 42 Masholderhöhe. 69 sind es an der B 51 bei Meilbrück.

In der Vulkaneifel sind es deutlich weniger. Hier können Pendler ihr Auto auf drei solcher Einrichtungen abstellen. An der A 1 bei Mehren gibt es 40 Stellflächen, bei Darscheid 52 und ebenfalls 52 an der A 1 bei der Anschlussstelle Gerolstein.

Wie Birgit Küppers vom LBM in Koblenz mitteilt, wird der Bedarf an Mitfahrerparkplätzen anhand von „wild parkenden“ Autos im näheren Umfeld ermittelt. Dabei stehen vor allem Wagen in Wohnstraßen, deren Halter dort nicht leben, im Fokus. Aber auch dort, wo viele Autos an Stellen stehen, die nicht verkehrssicher gestaltet sind. Ein Beispiel gibt das Amt aus dem Bereich rund um Hermeskeil. Dort gab es in der Nähe der Anschlussstelle viele Fremdparker auf privaten Flächen, wie beispielsweise Supermärkten.

Außerdem würden die Standorte  auch nach der Verfügbarkeit von Flächen ausgewählt, heißt es vom LBM weiter. Natürlich sei es gut, wenn es in der Nähe ÖPNV-Anbindungen gibt, allerdings sei dies im Gegensatz zu Park-und-Ride-Plätzen keine Voraussetzung. „Dennoch wurde dieser Effekt auch in der Vergangenheit gerne mitgenommen.“

Es gebe auch immer wieder Gespräche mit den kommunalen Behörden, um sich über Pendlerentwicklungen, Verkehrsproblematiken, wie beispielsweise das ungeregelte Parken, und sonstige Entwicklungen auszutauschen.

Nach Beobachtungen des LBM seien die Parkplätze gut ausgelastet, schreibt Birgit Küppers. Genauere Erhebungen darüber gebe es aber nicht. Die Herstellungskosten für einen solchen Parkplatz beschreibt Birgit Küppers am Beispiel des geplanten Parkplatzes an der A 1 bei Hermeskeil. Dort fallen Kosten von rund 350 000 Euro an. In diesem Fall übernimmt der Bund als Baulastträger für Autobahnen die Kosten.

Um die Instandhaltung der Parkplätze kümmert sich im Wesentlichen der Straßenbaulastträger, in der Regel ist das der LBM. Er muss auch haften, falls die Verkehrssicherheit der Plätze nicht ausreichend gegeben ist und es dadurch zu Schäden kommt. Wenn Autos Beulen oder Kratzer beispielsweise durch Parkrempler bekommen, die nicht auf die Beschaffenheit des Parkplatzes zurückzuführen sind, haftet wie sonst auch der Verursacher.

Mitfahrerparkplatz bei Bitburg-Masholder. Foto: TV/Nora John
Mitfahrerparkplätze in der Vulkaneifel sind beliebte Treffpunkte für Fahrgemeinschaften. Foto: TV/Mario Hübner
Mitfahrerparkplatz bei Darscheid. Foto: TV/Mario Hübner

Eine Anziehung auf Diebe, die die Gelegenheit nutzen könnten, dass  Autos auf den Mitfahrerstellflächen oft lange unbeobachtet stehen, scheint es nicht zu geben. Laut LBM ist kein Fall von Autoaufbrüchen bekannt.

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