Mitfahrerparkplätze im Kreis Bernkastel-Wittlich: Gemeinsam sparen, statt einsam fahren

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Fahrgemeinschaften sparen Geld, Energie und sind im Trend. Um dies zu unterstützen, gibt es im Kreis Bernkastel-Wittlich Mitfahrerparkplätze. Die Standorte werden nach bestimmten Kriterien gewählt.

Es ist früh am Morgen, ein Wagen nach dem anderen rollt auf den Parkplatz in der Nähe des Sterenbachsees zwischen Wittlich und dem Stadtteil Wengerohr. Autofahrer steigen aus, eilen zu anderen Wagen, und es geht gemeinsam weiter.

Es gibt viele gute Gründe, eine Fahrgemeinschaft zu gründen. Es spart Sprit und Kilometer, es ist umweltfreundlich. Und gemeinsam unterwegs zu sein, macht oft mehr Spaß. Um diesen Trend zu unterstützen, gibt es Mitfahrerparkplätze. Der erste ist laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Ende der 1980er-Jahre in Schweich am Leinenhof gebaut worden.

Im Kreis Bernkastel-Wittlich gibt es nach Angaben des LBM derzeit zehn solcher Pendlerparkplätze mit insgesamt 227 Stellplätzen. Der größte davon ist der Parkplatz an der A 1/L 47 bei der Anschlussstelle Salmtal. 42 Stellplätze gibt es an der B 50 nahe der Anschlussstelle Wittlich zur A 1 in Fahrrichtung Koblenz auf der linken Seite. Auf der anderen Seite gibt es einen weiteren Mitfahrerparkplatz mit 20 Stellplätzen. Laut LBM ist in diesem Bereich eine Erweiterung geplant.

Die meisten Mitfahrerparkplätze im Kreis sind in der Nähe der A 1 oder A 48. Nur im Hunsrück gibt es an der B 327/K 99 bei Morbach und an der Einmündung L 154/L 150 bei Thalfang Stellflächen abseits der Autobahn. 

Wie  Birgit Küppers vom LBM in Koblenz mitteilt, wird der Bedarf an Mitfahrerparkplätzen anhand von „wild parkenden“ Autos im näheren Umfeld ermittelt. Dabei stehen vor allem Wagen in Wohnstraßen, deren Halter dort nicht leben, im Fokus.

Aber auch dort, wo viele Autos an Stellen stehen, die nicht verkehrssicher gestaltet sind. Ein Beispiel gibt das Amt aus dem Bereich rund um Hermeskeil. Dort gab es in der Nähe der Anschlussstelle viele Fremdparker auf privaten Flächen, wie beispielsweise Supermärkten.

Außerdem werden die Standorte auch nach der Verfügbarkeit von Flächen ausgewählt, heißt es vom LBM weiter. Natürlich sei es gut, wenn es in der Nähe ÖPNV-Anbindungen gibt, allerdings sei dies im Gegensatz zu Park-und-Ride-Plätzen keine Voraussetzung. „Dennoch wurde dieser Effekt auch in der Vergangenheit gerne mitgenommen“.

Es gebe auch immer wieder Gespräche mit den kommunalen Behörden, um sich über Pendlerentwicklungen, Verkehrsproblematiken, wie beispielsweise das ungeregelte Parken, und sonstiger Entwicklungen auszutauschen.

Nach Beobachtungen des LBM sind die Parkplätze gut ausgelastet, schreibt Birgit Küppers weiter. Genauere Erhebungen darüber gebe es aber nicht.

Die Herstellungskosten für einen solchen Parkplatz, beschreibt Birgit Küppers am Beispiel des geplanten Parkplatzes an der A 1 bei Hermeskeil. Dort fallen Kosten von rund 350 000 Euro an. In diesem Fall übernimmt der Bund als Baulasträger für Autobahnen die Kosten.

Um die Instandhaltung der Parkplätze kümmert sich im Wesentlichen der Straßenbaulastträger, in der Regel ist das der LBM. Er muss auch haften, falls die Verkehrssicherheit der Plätze nicht ausreichend gegeben ist, und es dadurch zu Schäden kommt. Wenn Autos Beulen oder Kratzer beispielsweise durch Parkrempler bekommen, die nicht auf die Beschaffenheit des Parkplatzes zurückzuführen sind, haftet wie sonst auch der Verursacher.

Bei der Anschlusstelle zur A1 bei Wittlich ist der Parkplatz mehr als ausgelastet. Foto: TV/Nora John
Mitfahrerparkplatz Vulkaneifel. Foto: TV/Mario Hübner
Mitfahrerparkplatz Vulkaneifel. Foto: TV/Mario Hübner
Mitfahrerparkplatz Badem. Foto: TV/Nora John
Mitfahrerparkplatz Bitburg Masholder. Foto: TV/Nora John

Eine Anziehung auf Diebe, die die Gelegenheit nutzen könnten, dass  Autos auf den Mitfahrerstellflächen oft lange unbeobachtet stehen, scheint es nicht zu geben. Laut LBM ist kein Fall von Autoaufbrüchen bekannt.

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