Gemeinsam unterwegs

Prüm/Krautscheid. ( kth) Nach einer kurzen Andacht mit sakralem Segen in der St.-Salvator-Basilika haben sich am Pfingstsonntag schätzungsweise 400 Wallfahrer aus Prüm und dem Prümer Land auf den Pilgerweg zum Grab des heiligen Willibrord in Echternach aufgemacht.

Angeführt wurde die traditionelle Prozession der Wallfahrer von Prüm nach Echternach von einer Fahnengruppe des Prümer Musikvereins und den Veitstanz-Springern, die in diesem Jahr auf ein rundes Jubiläum zurückschauen können. Vor genau zehn Jahren wurde die Gruppe von der Initiative Frauenschuh gegründet und setzt damit eine lange Tradition der Willibrord-Wallfahrer fort. Von Anfang an bei den Veitstanz-Springern dabei sind Julia Reichertz und Elena Einschütz. Dafür wurden sie von Frauenschuh-Sprecherin Monika Rolef mit einer Basilika-Anstecknadel geehrt. Die Geschichte der abteistädtischen Springprozession ist lang. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts stellten sich Gläubige an der Kapelle vor der Ansiedlung auf und zogen hüpfend und betend über den Markt zur Stiftskirche. Nachdem der Trierer Kurfürst und Erzbischof Klemens Wenzeslaus 1778 das Tanzen und Springen bei Prozessionen verboten hatte, lebte die große Eifelwallfahrt nach Echternach im Jahr 1860 wieder auf. Am Pfingstmontag, am zweiten Wallfahrtstag bedankte sich Prozessionsleiter Klaus Meyer am Pilgerkreuz bei Krautscheid bei den vielen Helfern. Dank galt neben den begleitenden Musikkapellen vor allem den Feuerwehrmännern und Rotkreuzhelfern. Prozessionsleiter Meyer überreichte die Willibrord-Medaille an Josefa Kickertz aus Heckhuscheid und Adolf Kandels aus Harspelt, die zum 25. Mal den Pilgerweg nach Echternach zurücklegen.

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