Gemeinsam zum Ziel

Alle für einen, einer für alle. Das hört sich nach d'Artagnan und den drei Musketieren an. Und fast auch nach einem Anachronismus - in einer Ellbogen-Gesellschaft. In kleineren Dörfern, in denen jeder jeden kennt, ist der Zusammenhalt oft besser.

In größeren Gemeinden und Städten herrscht dagegen oft Anonymität. Das Beispiel Bollendorf zeigt jedoch, dass es auch in größeren Orten ein echtes Gemeinschaftsgefühl geben kann. Der Ortsbürgermeister fungiert als Motor, als eine Art Multiplikator. Das würde nichts nutzen, wenn den Bollendorfern nichts an ihrem Ort liegen würde, wenn sie nicht mitziehen würden. Den Bürgern ist klar, dass die Gemeindekassen leer sind. Darüber zu lamentieren, bringt nichts. Daher packen sie selbst mit an und erfüllen sich ihre Wünsche. Das stärkt das Selbstbewusstsein und führt zu einem guten Zusammenhalt innerhalb des Orts. Ein Beispiel, das Schule machen sollte. d.juchem@volksfreund.de