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Gemischte Gefühle beim Schlussverkauf

Gemischte Gefühle beim Schlussverkauf

Mit dem Ende der Ferienzeit geht auch der Sommerschlussverkauf seinem Ende zu. Die Einzelhändler in Bitburg sind jedoch geteilter Meinung über den Verlauf der Schnäppchen-Zeit.

Bitburg. Obwohl der sogenannte Sommer-Schlussverkauf (SSV) schon vor einigen Jahren offiziell abgeschafft worden ist, locken viele Geschäfte immer noch am Ende der Sommer-Saison mit besonders günstigen Preisen.

Aber nehmen die Kunden den SSV immer noch wahr, oder gehen sie nun das ganze Jahr auf Schnäppchenjagd? Der TV hat bei den Einzelhandels-Unternehmen in Bitburg nachgefragt und ist dabei auf durchaus unterschiedliche Antworten gestoßen.

"Ich habe schon bei einigen Unternehmen nachgefragt, und bisher durchgängig positive Resonanz erhalten", sagt Edgar Bujara, Vorsitzender des Gewerbevereins Bitburg. "Attraktive Angebote und insbesondere auch eine ansprechende Präsentation und Dekoration der Artikel sind nach Meinung der Händler ein ausschlaggebender Grund dafür", fügt er hinzu. "Der frühe Startschuss für den Sommer-Schlussverkauf hat ebenfalls einen kleinen Teil dazu beigetragen", so Bujara.

"Gutes Wetter und viel Publikum"



Lars Messerich, Geschäftsführer des Modehauses Messerich, schätzt die Lage ähnlich ein. "Im Prinzip ist es ganz gut gelaufen. Wir sind zufrieden mit dem Verlauf des Sommer-Schlussverkaufs", erklärt Messerich.

Eine positive Bilanz zieht auch Margot Schmitz von Schuh und Mode Simon. "Wir sind sehr zufrieden. Gutes Wetter, viel Publikum und günstige Preise haben für einen guten Sommer-Schlussverkauf gesorgt", sagt sie.

Doch nicht überall denken die Einzelhändler so positiv. Andere betrachten den diesjährigen Sommer-Schlussverkauf eher kritisch und sehen vor allem die steigenden Lebenshaltungskosten als Grund dafür.

"Der Sommer-Schlussverkauf war recht schleppend, und hat vom Umsatz her etwas zu wünschen übrig gelassen", sagt Roswitha Gottlieb, Geschäftsführerin des Schuhhauses Gottlieb. "Die Leute achten immer mehr auf die Preise. Das Geld sitzt bedingt durch steigende Lebens- und Energiekosten einfach nicht mehr so locker. Letztes Jahr war es noch etwas besser", erklärt sie.

Als "eher mäßig" beschreibt auch Martina Kellerbach, Besitzerin des Modegeschäfts Kakadoo Island, den Verlauf des SSV. Ihrer Meinung nach hat sich der frühe Ferienbeginn eher negativ ausgewirkt, weil damit auch ein großer Teil der Kunden seinen Urlaub früher angetreten hat.

"Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Juli leicht rückläufig", berichtet sie. Die Leute seien insgesamt zurückhaltender im Kaufverhalten geworden.

Heute ist der letzte Tag des Sommer-Schlussverkaufs. Noch bis 16 Uhr haben die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet und locken mit günstigen Angeboten.