Gescheitert: Habicht kann nichts gegen pfiffige Krähen ausrichten

Gescheitert: Habicht kann nichts gegen pfiffige Krähen ausrichten

Der Versuch, Krähen mit Hilfe eines Habichts am Nestbau im Waisenhauspark zu hindern, ist gescheitert. Der Greifvogel hat die sie zwar eingeschüchtert, doch letztlich nicht dazu bewegen können, die Baumkronen endgültig zu verlassen.

Bitburg. "Die hatten das irgendwann raus, wie weit sie gehen können", sagt Jens Fleer. Sieben Wochen haben der Falkner aus Ingendorf und sein Habicht Justus den Park aufgesucht. Jeden Tag, morgens und abends. Habichte gelten nämlich als die natürlichen Feinde der Krähen, weshalb letztere auch das Weite suchen, sobald die Greifvögel auftauchen. Auch im Waisenhauspark hat das funktioniert. Sobald Justus kam, sind die Krähen verschwunden. Nur das Problem war: Sobald Justus weg war, kamen die Krähen wieder zurück.
"Die Krähen sind einfach zu schlau", meint auch Werner Krämer von der Stadtverwaltung. Nach gescheiterten Versuchen, die stetig wachsende Krähenkolonie aus dem Waisenhauspark zu vertreiben, hatte sich die Stadt schließlich dazu entschlossen, einen Falkner einzusetzen.
Bei einer Gemeinde im Augsburger Raum, die im vergangenen Jahr vor einem ähnlichen Problem stand, hatte diese Vorgehensweise gewirkt. Doch möglicherweise sind die Bitburger Krähen etwas pfiffiger als ihre Kollegen aus Süddeutschland.
Sie haben sich nämlich nicht vom Nestbau abhalten lassen, so dass auch in diesem Frühjahr in den Baumkronen des Waisenhausparks wieder eifrig die nächste Saatkrähen-Generation ausgebrütet wird.
Wie viel der Einsatz des Falkners gekostet hat, dazu möchte die Stadtverwaltung keine Angaben machen, "doch müssen wir jetzt natürlich überlegen, wie wir weiter vorgehen", erklärt Krämer. Entgegen der Befürchtungen habe der Habicht keine der geschützen Saatkrähen verletzt oder getötet. uhe

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