GESCHICHTE

BITBURG. (red/har) Mit der Grundsteinlegung für die St. Peterskirche bekam die Bitburger Pfarrei St. Peter wieder ein eigenes Gotteshaus. Die alte Kirche war 1914 abgerissen worden. In den dazwischen liegenden 42 Jahren feierte die Pfarrei ihre Gottesdienste in der Liebfrauenkirche.

Vor 50 Jahren, am Sonntag dem 15. Juli 1956, wurde der Grundstein für die neue, heutige Peterskirche gelegt. "Um 15 Uhr fand auf dem Baugrund der neuen St. Peterskirche zwischen Trierer- und Schulstraße die feierliche Grundsteinlegung der Kirche statt. Generalvikar Dr. Weins nahm die Segnung des Grundsteins und der Urkunde vor. Letztere wurde zum Schluss der Feierstunde in den Grundstein eingemauert", heißt es im TV vom 16. Juli 1956. 42 Jahre zuvor war die alte Peterskirche, die auf dem Petersplatz gestanden hatte, abgerissen worden. Seit 1914 fanden die Pfarrangehörigen der Pfarrei St. Peter in der Pfarrei und Pfarrkirche Liebfrauen ein neues Zuhause. Diese doppelte Nutzung der Kirche führte jedoch nicht dazu, dass beide Pfarreien verschmolzen. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges, die Kriegsjahre (1914-1918), die harten Nachkriegsjahre, die Weltwirtschaftskrise und die daraus folgende Inflation vereitelten die damaligen Pläne zum Neubau der Pfarrkirche. Prälat Matthias Benz, der im Jahr 1910 Pfarrer von St. Peter wurde, erlebte den Abriss der alten Peterskirche und nahm am 15. Juli 1956 die Grundsteinlegung vor. Neues Zuhause in der Liebfrauenkirche

Zuvor hatte er sich intensiv für den Neubau engagiert. Der Wunsch des Prälaten und vieler Pfarrangehörigen nach einem Neubau ging mit dem ersten Spatenstich am 13. Mai 1956 in Erfüllung. In Anwesenheit zahlreicher Gäste fand am 15. Juli des gleichen Jahres die Grundsteinlegung statt. Vorausschauend stellte der damalige Generalvikar Peter Weins die Festpredigt unter den Leitsatz: "Gott herrscht so weit, wie die Menschen es ihm gestatten…" Weins schloss die Festansprache mit dem Wunsch, dass Gott das neue Haus und das Werk der Gläubigen von Bitburg segnen möge , heißt es im TV-Bericht am 17. Juli 1956. Gleichzeitig wurde auch mit dem Bau des Pfarrhauses neben der Pfarrkirche begonnen. Die Konsekration/Einweihung seiner neuen Pfarrkirche am 9. November 1958 erlebte Prälat Benz nicht mehr. Er starb am 19. September 1957 und wurde am 23. September in der noch unvollendeten Peterskirche beigesetzt. 50 Jahre nach der Grundsteinlegung möchte die Pfarrei St. Peter diesen denkwürdigen Tag der Grundsteinlegung der Pfarrkirche nicht unbeachtet lassen. Mit einem feierlichen Festhochamt am Samstag, 15. Juli, 19 Uhr wollen die Gläubigen dieses Ereignis freudig und gebührend feiern.