Geschichten von Töpfen, Getränken und Sauerkraut

Geschichten von Töpfen, Getränken und Sauerkraut

Jede Region entwickelt in ihrer Siedlungsgeschichte sehr typische kulinarische Eigenheiten und eine eigene Küchenkultur. Der Pronsfelder Autor Joachim Schröder hat ausgehend von einem Notizbuch seiner Großmutter ein Panorama der Kochsitten der Eifel entworfen.

Pronsfeld. Seit vielen Hunderten von Jahren leben Menschen in der Eifel. Sie haben im Laufe der Zeit ihre typischen Essenbräuche und regionalen Gerichte entwickelt. In Zeiten der schwindenden Kochkultur geht aber ein Stückchen Heimat durch das Vergessen alter Küchenkultur verloren. Der Pronsfelder Autor Joachim Schröder hat ausgehend vom Kochbuch seiner Großmutter die Geschichte der Eifelküche und ihrer Gerichte niedergeschrieben.

Das Buch: "Watt kouchst du, Mamchen" ist ein Buch über Ess- und Trinkkultur in der Eifel. Joachim Schröder entwirft, ausgehend von einer Rezeptsammlung seiner Großmutter Katharina Görgens, illustriert mit etlichen Fotos, auf 148 Seiten ein historische Panorama der Eifeler Küchen- und Tischsitten. In einem eigenen Kapitel werden darüber hinaus typische Eifeler Rezepte aufgeführt.
Der Inhalt: Als Bewohner einer einzigartigen Kultur- und Naturlandschaft haben die Menschen in der Eifel nicht nur ihre eigenen Alltagsbräuche entwickelt, sie schufen im Laufe der Jahrhunderte auch regionale Geflogenheiten rund um Küche und Tisch. Ausgehend von den Notizen Katharina Görgens zeigt "Watt kouchst du, Mamchen" nicht allein, was in den Kochtöpfen der Eifel vor hundert Jahren und noch heute los ist, auch die Produktion der Grundnahrungsmittel, Obstanbau, Schlachttermine und Feiertagsessen werden ausgiebig besprochen.
Der Autor: Joachim Schröder lebt in Pronsfeld. Der 64-Jährige war Lehrer in Prüm. Im Laufe der Jahre sammelte er systematisch historisches Material zur Alltagskultur in der Eifel, was bereits zu vielen Buchveröffentlichungen führte, zum Beispiel "Im stillen Eifelhaus" und "Weihnachten im Eifelland" (der TV berichtete).

Leseprobe: Als Hauptgemüse galt der "Weiße Kappes" (Weißkohl), der zu Sauerkraut verarbeitet wurde. Hierzu wurden Weißkrautköpfe gesäubert und "gehobelt", das Kraut in "Maandeln" in den Keller getragen und in den "Kappesstein" oder "Mus-Stein" eingefüllt. Jetzt wurde es eingetreten und mit Salz gewürzt. Abgedeckt wurde das Mus-Deppen mit einem weißen Tuch, einer Schieferplatte und einem darauf ruhenden Stein.Extra

Wie sieht der Autor sein Buch? Wir haben Joachim Schröder gebeten, folgende Sätze zu vervollständigen: Ich habe dieses Buch geschrieben, weil… …der Stoff mir sehr bewahrenswert erschien. Das Besondere daran ist,… dass es ein vergleichbares Werk nicht gibt. Auf jeden Fall lesen sollte es… …die Jugend, damit nicht noch mehr an bewährten Traditionen verloren gehen. aff