Geschichtsverein Prümer Land: Neue Veranstaltungsreihe befasst sich mit der Eifeler Heimat

Geschichtsverein Prümer Land: Neue Veranstaltungsreihe befasst sich mit der Eifeler Heimat

Der Geschichtsverein Prümer Land startet am Freitag, 27. Januar, um 19 Uhr mit seiner Jahreshauptversammlung im Casino der Kreissparkasse ins neue Jahr. Mit zwei Jubiläen: Der Verein besteht seit 35 Jahren, seine Reihe "Brennpunkt Geschichte" bringt seit einer Dekade prominente und kundige Referenten in die Abteistadt.

Prüm. Herzlichen Glückwunsch, alles Gute und weiter so! Vor 35 Jahren wurde der Geschichtsverein Prümer Land (GVPL) gegründet, vor zehn Jahren fiel der Startschuss für die Vortragsreihe "Brennpunkt Geschichte". Eine große Feier steht zwar nicht an, Gratulationen werden aber sicher gerne angenommen.
"Wir feiern das nächste Mal einen Festakt, wenn der Verein 50 Jahre besteht, dann gäbe es Brennpunkt Geschichte auch 25 Jahre", sagt Volker Blindert (36). Etwas Neues haben sich die Lokalhistoriker dennoch für das kleine Jubiläum einfallen lassen:Dauerbrenner in Sicht?


"Wir haben uns aber eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Eifel - Ein Heimatabend" ausgedacht." Sie werde auf der kommenden Jahreshauptversammlung am Freitag, 27. Januar, vorgestellt, sagt Blindert. Wenn sie ein ähnlicher Erfolg wird wie "Brennpunkt Geschichte", sollte das Programm des GVPL um einen weiteren Dauerbrenner reicher sein.Weltpolitik und Heimatkunde


Blindert erinnert sich gut an die Anfänge des Publikumsmagneten: "Wir hatten vorher im Jahr 2004 einmal eine Veranstaltung mit dem ehemaligen ZDF-Korrespondenten Ulrich Tilgner in Prüm über den Irak-Krieg durchgeführt, die auf große Resonanz stieß."
Man habe damals bereits erkannt, dass aktuelle historische Entwicklungen sowie politische Probleme, die auf die Zukunft auswirken werden, von hohem Interesse seinen. Seitdem gebe es diese Reihe mit meistens drei Vorträgen pro Jahr und hochkarätigen Gästen zu vielfältigen Themen - als jüngsten Redner konnte noch im Herbst der ehemalige deutsche Außenminister Klaus Kinkel gewonnen werden. Er warf im voll besetzten Ratsaal der Verbandsgemeinde Prüm einen Blick auf die aktuellen globalen Krisenherde.
Auch für die kommenden Monate darf man sich schon auf Spannendes im "Brennpunkt Geschichte" freuen. Zwei Vorträge seien bereits fest gebucht: Am Freitag, 10. Februar, wird der luxemburgische EU-Politiker Jacques Santer zum Thema "Europa in der Krise" sprechen, am Freitag, 24. März, folgt ein Vortrag vom ehemaligen Richter des Bundesverfassungsgerichtes, Udo di Fabio, mit dem Titel "Schwankender Westen - wie sich ein Gesellschaftsmodell neu erfinden muss". Und das war es noch nicht, betont Blindert: "Mindestens ein weiterer Vortrag wird noch bis zur Veröffentlichung des Programmes hinzukommen."Versammlung mit Kabarett


Die GVPL-Jahreshauptversammlung beginnt am Freitag, 27. Januar, um 19 Uhr im Casino der Kreissparkasse. Die Kabarettisten Hubert vom Venn und Achim Konejung beschließen den Abend mit einem Auftritt zum Thema "2000 Jahre Eifel".
Die Hauptversammlung und der Kabarettauftritt sind offen auch für Nichtmitglieder und Gäste.Extra

Der Geschichtsverein Prümer Land bietet im Jahr 2017 folgende Abendveranstaltungen an: Jahreshauptversammlung, 27. Januar, 19 Uhr, Casino der Kreissparkasse; Brennpunkt Geschichte: "Europa in der Krise", Vortrag von Jacques Santer, 10. Februar, 19.30 Uhr, Konvikt; Brennpunkt Geschichte: "Schwankender Westen - Wie sich ein Gesellschaftsmodell neu erfinden muss", Vortrag von Udo di Fabio, 24. März, 19.30 Uhr, Konvikt; "Die Barocke Prümer Abteikirche und ihr Architekt Johann Georg Judas", Vortrag von Jens Fachbach, 7. April, 19 Uhr, Basilika; Eröffnung der Fotoausstellung "Das älteste Fotoalbum der Eifel" von Wolfgang Schmid, 5. Mai, 19 Uhr, Konvikt; "Eifel - Ein Heimatabend" mit Ute Baltes, Sylvia Nels und Jupp Hammerschmidt, 9. September, 19 Uhr, Gemeindeshaus Wallersheim; "Geschichte im Kino - Die Frau des Zoodirektors", 18. Oktober, 19.30 Uhr, Eifel-Kino-Center; "Zugabe - Der kabarettistische Jahresrückblick" mit Florian Schroeder und Volkmar Staub, 21. Dezember, 19.30 Uhr, Karolingerhalle. Weiteres im Internet unter: www.gvpl.de

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