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Geselligkeit statt grauem Asphalt

Geselligkeit statt grauem Asphalt

Grünflächen, Grillecke und großer Spielplatz: Die Erdorfer planen einen Mehrgenerationenplatz.

Bitburg-Erdorf Die Sonne scheint, die Sträucher blühen: An so einem Frühlingstag kann man sich richtig gut vorstellen, wie Erdorfer vor dem Bürgerhaus zusammensitzen und die Sonne genießen. Man hört fast schon das Kinderlachen vom Spielplatz und das Aufprallen das Basketballs von Jugendlichen, die Körbe werfen, während andere auf dem Bolzplatz kicken.
Denn genau dazu soll der Platz bald einladen. Für 130 000 Euro will die Stadt die Außenfläche des Dorfgemeinschaftshauses gestalten, 2018 soll es losgehen. Der Bitburger Bauausschuss hat den Plänen vergangene Woche einstimmig zugestimmt.
Die Fläche links vom Haupteingang soll begrünt werden, "sodass dort Biergartenatmosphäre entsteht", erklärt Ralf Mayeres, der Leiter des städtischen Bauhofs. Zwischen den beiden Eingängen soll eine Sitzecke mit einem Sonnensegel und einem Grill eingerichtet werden. Beim Bratwurstbrutzeln können die Erdorfer übrigens auf Bahnsteigkanten von 1870 sitzen, die dort als Sitzblöcke aufgestellt werden.
Wichtig ist Ortsvorsteher Werner Becker außerdem der Spielplatz. Er soll das Neubaugebiet gleich neben dem Bürgerhaus attraktiver machen. Fünf Grundstücke sind bereits verkauft, 14 noch zu haben. Auch Mayeres findet gerade deshalb die Idee eines Mehrgenerationenplatzes gut.
Geplant ist, den Spielplatz "Flower Power" in der Mühlenstraße aufzugeben und den Sandkasten, das Drehkarussell, die Wippe, die Vogelnestschaukel und die Rutsche mit Kletterturm von dort in den Spielplatz beim Bürgerhaus zu integrieren. Dafür soll die Asphaltfläche verkleinert und die Grünfläche vergrößert werden. "So können die Eltern vor dem Haus zusammen sitzen und haben gleichzeitig ihre Kinder auf dem Spielplatz im Blick", sagt Becker. Der Basketballkorb und der Bolzplatz bleiben erhalten. Außerdem sollen Trimm-Dich-Geräte für Senioren aufgestellt werden.
Die Idee, den Platz ansprechender zu gestalten, ist bereits im Dorferneuerungskonzept von 1991 festgehalten, beim Zukunfts-Check Dorf 2013 wurde sie noch mal aufgegriffen. Das Projekt ist bereits für eine Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm angemeldet.
Das Bürgerhaus wird laut Becker bereits von Vereinen und Privatpersonen gut genutzt. Der Vorplatz dient als Veranstaltungsfläche und Parkplatz. Das soll er auch weiterhin. Mit der neuen Gestaltung soll er aber vor allem ein "Ort der Begegnung und Kommunikation" werden, sagt Becker.