Gewerbegebiet auf Prüfstand

Gewerbegebiet auf Prüfstand

SPEICHER. (utz/r.g.) Über die Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes auf der Gemarkung Spangdahlem wird noch diskutiert. Die abschließende Stellungnahme der Gemeinde steht noch aus. Ebenso wie der Verkauf des Quellhäuschens in Erdorf, das dem Zweckverband "Fünf Kyllgemeinden" gehört.

Warum nicht mal Grenzen überschreiten? Dafür hat sich Werner Pick (SPD) in der Diskussion um die Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebiets bei Spangdahlem ausgesprochen. Man solle doch einmal die Ortsgemeinden Binsfeld und Dudeldorf fragen, ob nicht Interesse an einem gemeinsamen Gewerbegebiet bestehe. Mit diesem Vorschlag endete dann auch die kurze Diskussion um die Einrichtung eines solchen Areal in der jüngsten Sitzung des VG-Rats. Angestoßen hatte diese Debatte die CDU-Fraktion im VG-Rat Speicher, die die Flächen in unmittelbarer Nähe des Autobahnanschlusses der A 60 gewerblich genutzt sehen will. Nach einer ersten, eher ablehnenden Stellungnahme aus Spangdahlem (der TV berichtete) - die Gemeinde befürchtet einen Flächenmangel für die einheimischen Landwirte - will sich der Gemeinderat noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Ein Thema wird auch in Zukunft noch die Auflösung des Wasserzweckverbands der Fünf Kyllgemeinden sein. Die Versorgung der fünf Kyllgemeinden Badem, Hüttingen, Gondorf, Metterich und Philippsheim mit Trinkwasser erfolgte bislang in einem VG-übergreifenden Zweckverband. Der Brunnen mitten in Bitburg-Erdorf, aus dem bislang Trinkwasser bezogen wurde, wird spätestens 2009 stillgelegt. Die Lage im Ort wirft allerdings Probleme auf: Seit Jahren ist das Wasser immer wieder bakteriologisch verseucht. Die Verbandsgemeinden Kyllburg und Speicher haben darauf bereits reagiert: Sie haben Badem und Philippsheim an das jeweilige VG-Netz angeschlossen. In Kyllburg liefern das Kreiswasserwerk, in Speicher die VG-Werke. Für die Auflösung des Zweckverbandes selbst ist der Grundstein bereits gelegt worden. Aber nicht alle Gemeinden aus dem Zweckverband jedoch haben bereits eine alternative Wasserversorgung. Die muss erst hergestellt werden. Und bevor der Zweckverband der Stadt Bitburg die Fläche freigibt, möchte er von der Stadt eine Ablösesumme haben, um die eigenen Kosten für die neue Wasserversorgung decken zu können. 630 000 Mark (rund 320 000 Euro) schlug der Zweckverband als Wunschsumme vor. Noch in der zweiten Jahreshälfte soll der Stadtrat entscheiden, ob die Stadt zusteigt oder die Ablöse noch herunter handelt, oder ob man bis 2009 wartet, wenn die Wasserrechte des Zweckverbands in Erdorf hinfällig werden. Bis der Verkauf der Wassergewinnungsanlage nicht getätigt ist, werden die Speicherer und Kyllburger allerdings mit der Auflösung des Zweckverbands warten müssen. Schließlich will sich keiner seinen Gewinn aus der Ablöse entgehen lassen.

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