Gipfel auf Hardthöhe

BITBURG/BONN. (cus) Im Bestreben um eine erweiterte fliegerische Nutzung des Flugplatzes Bitburg kommt es am morgigen Donnerstag zu einem möglicherweise vorentscheidenden Treffen.

Bundestagsabgeordnete der Region Trier und Vertreter der Flugplatz Bitburg GmbH sprechen am Donnerstag, 13. Juli, auf der Bonner Hardthöhe mit Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Auf TV-Anfrage nannte Michael Billen, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Flugplatz Bitburg GmbH und CDU-Landtagsabgeordneter, als weitere Teilnehmer die regionalen Abgeordneten Peter Rauen, Peter Bleser, Bernhard Kaster (alle CDU), Karl Diller (SPD) und Edmund Geisen (FDP). Ulrike Höfken, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und erklärte Gegnerin der fliegerischen Nutzung, nimmt demnach nicht teil. Mit am Tisch sitzen außerdem Axel Simon, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Flugplatz Bitburg GmbH, sowie auf beiden Seiten rechtskundige Experten. Hintergrund des Treffens ist die überraschende Entwicklung des Verfahrens zur Genehmigung von Instrumentenflug in Bitburg. Vor einem Monat wurden interne Schreiben aus dem Bundesverkehrsministerium und dem Bundesverteidigungsministerium an die Flugplatz Bitburg GmbH bekannt (der TV berichtete). Darin heißt es, der Luftraum über Bitburg gehöre den amerikanischen Streikräften. Es widerspreche dem Luftverkehrsgesetz, dass zivile Maschinen mit einem Instrumentenflugsystem in die Fluglinie um die US-Air-Base Spangdahlem hineinfliegen dürfen.Schwere Flugzeuge brauchen mehr Raum

Für Flugzeuge bis 14 Tonnen reicht der erlaubte Sichtflug über die Platzrunde des Bitburger Flugplatzes aus. Schwerere Flugzeuge (bis 300 Tonnen) bräuchten aber bei Start und Landung einen wesentlich größeren Verkehrsraum. Von der Air-Base Spangdahlem selbst kamen gegen die Ausweitung bisher keine Einwände.