GLAUBE IM ALLTAG

Die Welt ist erschüttert, zwischen Karfreitag und Ostern entfaltet sich das Drama Gottes: Jesus Christus wird verraten, ermordet und ins Grab gelegt. Die Welt der Jünger und Jüngerinnen ist erschüttert.

Ihre Welt auf den Kopf gestellt. Mir ist es in dieser Woche genauso ergangen: Die Anschläge vom Dienstag in Brüssel haben unsere Gesellschaft, haben mich im Kern getroffen. Der Terror stellt meine/unsere Welt auf den Kopf. Im ersten Moment ergreift mich meine Ohnmacht angesichts der allgegenwärtigen Gewalt. Meine christliche Zuversicht, meine christliche Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit werden ad absurdum geführt. Die Welt ist erschüttert, und in diese Orientierungslosigkeit, in diese verlorene Situation wird die österliche Botschaft der Auferstehung Jesu gesagt. "Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?", lautet die Frage und die Botschaft des Osterevangeliums damals und heute. Die Antwort findet sich im Drama Gottes, denn trotz der Erschütterung, des vollkommenen Verlusts, siegt nicht der Tod, sondern das Leben. Das ist die größte Hoffnungszusage, die wir Menschen erfahren können. Das ist Auferstehung! Diese Hoffnung ermutigt Männer und Frauen seit über 2000 Jahren, aufzustehen gegen das Lebensbedrohende und Lebensfeindliche in der Welt. "In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags und in ihrer dunklen Erde blüht die Hoffnung. Ich will Licht sehen, in der Dunkelheit die richtigen Wege gehen. Ich will Licht sein, wenn die Nacht dich schreckt. Die richtigen Worte finden, die die Liebe weckt. In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags." (Text: Sybille Fritsch) Diese Hoffnung will uns Ostern schenken - weit über alle Grenzen, Nationen und Religionen. Frohe Ostern! Pfarrer Ralf Pius Krämer, Pfarreiengemeinschaft Gerolsteiner Land

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