Glaube im Alltag

Wer kennt nicht solche Tage .

.. an denen man besser im Bett geblieben wäre und gar nicht erst aufgestanden wäre. Wie es dann auch kommen muss, geht dann auch vieles schief. Es fängt mit dem Stau auf der Straße an, den man gerade gar nicht gebrauchen kann, weil man ja eh schon spät dran ist. Endlich im Büro angekommen geht das vermeintliche Chaos weiter. Wichtige Unterlagen findet man in der eigenen Unordnung nicht. Der Drucker streikt, wenn man es gerade absolut nicht gebrauchen kann und so weiter und so weiter ... Was in Gottes Namen will ein solch "schwieriger" Tag mir sagen? Dass ich dringend Urlaub brauche? Dass ich mehr Ordnung halten sollte? Dass an beidem ein Fünkchen Wahrheit ist, bestreite ich nicht. Aber das kann doch nicht der ganze "Lernerfolg" dieses Tages sein. Es fällt zugegebenermaßen schwer, diesen Tag positiv zu sehen. Aber vielleicht waren an diesem Tag ja doch so manche sehr wertvolle Begegnungen dabei, die ich im Moment so nicht sehen konnte oder wollte. Wenn es Ihnen auch manchmal so geht, wie mir an diesem Tag, dann ist es hilfreich, sich abends am Ende des Tages bewusst Zeit zu nehmen für einen Tagesrückblick und eben nicht so schnell als möglich ins Bett zu gehen, um diesen blöden Tag schnellstens zu beenden. Ein bewusster Tagesrückblick oder - anders gesagt - das was war, vor Gott zu bringen, kann helfen, sich mit dem Tag zu versöhnen. Wem bin ich begegnet? Was war? Ich bin jedenfalls im Nachgang überrascht gewesen, was für kostbare Momente und Begegnungen ich beinahe an dem Tag übersehen habe. Auch Tage wie dieser haben ihre guten Momente ... Simone Thomas, Pastoralreferentin des Dekanates Vulkaneifel

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