Glaube im Alltag
Meinung Glaube stiftet Sinn Salve lucrum: "Heil dir, Gewinn, Sei gegrüßt, materieller Vorteil!" So lautet die Übersetzung einer Inschrift vor einem Haus in der berühmten und geschichts-trächtigen italienischen Stadt Pompeji. An dieses Zitat musste ich denken, als ich die Nachrichten dieser Tage rund um die Finanzkrise verfolgte.
Das Streben nach Gewinn und Geld ist im Menschen seit Jahrtausenden tief verwurzelt und beherrscht allzu oft das Denken im Alltag. Und da spielt es keine Rolle, ob es um Superreiche geht oder jene, die jeden Cent umdrehen müssen. Aber angesichts der Trümmer von Pompeji (von jetzt auf gleich durch den Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Christus untergegangen) wirkt diese Parole wie Hohn. Was ist mit diesem Denken und Streben, was ist mit den irdischen Schätzen, wenn einschneidende Krisen kommen, wenn belastende Krankheiten auftauchen, wenn das sogenannte Schicksal zuschlägt oder gar überraschend das Lebensende eintritt? Was zählt dann und ist etwas wert? Gottes Wille für uns, so meine christliche Überzeugung, ist anders! Natürlich gönnt Gott uns Freude am Leben, ein Stück materielle Sicherheit, Sehnsucht nach Glück und Gesundheit! Wir spüren wahrscheinlich alle: Der Sinn des Lebens erschöpft sich eben nicht in materiellen Gütern. Sinn stiften andere Werte und am meisten der Glaube an Gott und die vielfältigen Folgen daraus für das Leben. Ich wünsche uns entgegen der Überschrift die tagtägliche Erkenntnis: Salve deum: "Heil dir, Gott, und sei gegrüßt, Gott!" Bruno Comes, Niederehe, Dechant Gerolstein-Hillesheim