Glaube im Alltag

Die Regenbogenpresse liefert uns wöchentlich alle Neuigkeiten des europäischen Adels frei Haus. Was war los in diesem Jahr? Im Hause Windsor gab es Nachwuchs, und in Luxemburg wurde geheiratet.

Klatsch und Tratsch und mancher Skandal!. Die Königs- und Fürstenhäuser Europas garantieren Dauerunterhaltung - Adel verpflichtet! Uns "einfachen Leuten" tut es vielleicht ganz gut zu hören, dass es bei "denen da oben" auch nicht anders zugeht als unter einem normalen deutschen Dach. Doch Gott sei Dank gibt es auch Gegenbeispiele: Am kommenden Dienstag ist der Gedenktag der heiligen Elisabeth von Thüringen. Sie war die Mutter dreier Kinder, dazu früh verwitwet, und eine große Wohltäterin. Diese Frau ist beispiellos in ihrem Engagement für die Armen und Kranken. Sie kümmerte sich persönlich um die Versorgung der Bedürftigen, stieg von der Burg hinab in die Armenviertel und leistete Hilfe, wo immer sie konnte. Und das nicht nur für einen Fototermin mit der Regenbogenpresse, sondern tagein tagaus. Nach dem Tod ihres Mannes baute sie auf Kosten ihres privaten Vermögens ein Krankenhaus und verbrachte dort ihre Tage, bis sie selber verarmt aus dem Leben schied. Adel verpflichtet! Elisabeth wusste sich "verpflichtet", als Frau und Mutter, als Gräfin und Christin. Mit den Mitteln, die ihr in ihrer Position zur Verfügung standen, hat sie sich eingesetzt, und zwar ganz. Sie war "verpflichtet": Ihrem Mann und ihren Kindern, den Armen und Bedürftigen, ihrem Glauben und Christus gegenüber. Sicher auch eine Anfrage an uns heute. Denn um sich "verpflichtet" zu wissen, bedarf es keines Adelstitels. Und das gilt auch heute für viele, die sich selbstverständlich einsetzen: in der Familie, in einem Ehrenamt in der Pfarrei, der Gemeinde und im Verein. Ich sage dazu: Danke! Einer guten Sache verpflichtet - das scheint mir der wahre "Adel" eines Menschen zu sein. Die Titel sind da eher sekundär. Pastor Thomas Weber, Pfarreiengemeinschaft Bitburg

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