Glaube im Alltag

Zur Filialgemeinde Orsfeld gehören 147 Katholiken. Zweimal im Monat gibt es dort eine Eucharistiefeier, der Besuch ist eher mäßig.

Aber seit sich die vier Kommunionkinder dieses Jahres entschlossen haben, gemeinsam die kleine Ministrantenschar zu verstärken, hat die Atmosphäre des Gottesdienstes spürbar gewonnen. Soweit es möglich ist, treten die Ministranten jedes Mal geschlossen zum Altardienst an, füllen den Chorraum der kleinen Kapelle und geben der Gottesdienstgemeinde ein neues symphatisches Gesicht. Diese Woche tauchten in der Sakristei auch die beiden Kommunionkinder des kommenden Jahres auf. Der Erstkommunionunterricht hat noch nicht einmal begonnen, aber sie haben schon ihre Bereitschaft signalisiert, ebenfalls Messdiener zu werden. Eine lebendige Gemeinschaft wirkt offenbar anziehend. Ich muss daran denken, wie auch mein persönlicher Weg in die Kirche geprägt wurde von den guten Erfahrungen bei den Ministranten und in der Jugendarbeit. Zu vielen Mitgliedern des Kinderchores, den ich einige Jahre lang leiten durfte, habe ich noch heute Kontakt. Religiöse Erziehung und Katechese säen die Samenkörner des Glaubens aus, erst die Erfahrung lebendiger Gemeinschaft lässt die Saat sprießen, wachsen und Frucht bringen. Derzeit bauen wir in unserer Bistumskirche an neuen "pastoralen Räumen" und investieren dabei viel Zeit und Kraft. Es ist uns zu wünschen, dass wir den Blick für die kleinen - manchmal unscheinbaren - lebendigen Zellen vor Ort nicht verlieren. Sie werden entscheidend sein für die Zukunft der Kirche. Dechant Klaus Bender, Kyllburg

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