Glaube im Alltag

Mit dem Palmsonntag beginnt sie wieder - die Karwoche. Sie steht im Zentrum unseres Glaubens und beinhaltet mit die wichtigsten Feste unserer Kirche: Palmsonntag, das Abendmahl, der Tod Jesu am Kreuz und schließlich die Auferstehung.

In einer einzigen Woche durchleben wir mit Jesus die Höhen und Tiefen seines Lebens. Wird ihm beim Einzug in die Stadt Jerusalem noch zugejubelt, so ruft fünf Tage später die Masse schon: "Ans Kreuz mit ihm!" Wie konnte es so schnell dazu kommen? Die Stimmung der Menschen ist immer einer gewissen Laune unterworfen. Mal ist die Stimmung gut, mal ist sie schlecht; mal hegen wir Sympathien für einen Menschen und halten große Stücke auf ihn, aber genauso schnell können wir jemanden wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Dabei ist das nicht immer an konkreten Fakten festzumachen. Vieles unterliegt eher einer unbestimmten Stimmung - und eben auch unserer Laune. Mal ist sie gut, mal ist sie schlecht - aber sie ist nie ohne Auswirkung auf die Menschen in unserem Umfeld. Andere können von unserer Laune profitieren, oder haben eben auch darunter zu leiden. Jesus ist dafür ein prominentes Beispiel. Am 31. März haben die Kardinäle der katholischen Kirche einen neuen Papst gewählt: er heißt Franziskus und stammt aus Argentinien. Ein Mann der Armen sei er; dazu bescheiden, nüchtern, mit einen Blick für die Menschen. Das klingt positiv. Entsprechend ist die Laune im Kirchenvolk und in den Medien gut. Das freut mich persönlich sehr! Und ich wünsche mir etwas: dass Papst Franziskus mit dem Blick auf Jesus sein Amt so gut es geht in der Treue zum Glauben und zum Wohle der Menschen ausübt. Und darüber hinaus wünsche ich uns allen eine Laune, die Extreme vermeidet. Denn am Ende zählt das Ergebnis - wie bei Jesus. Eine gesegnete Karwoche wünscht Thomas Weber, Pastor Pfarreiengemeinschaft Bitburg