GlaubeN im Alltag

Der Urlaub hatte das richtige Maß von Anstrengung und Entspannung. Ein sonniger September schloss sich an.

Und jetzt ... jetzt steht der Alltag, auch mein Glaubensalltag wieder an ... Weltweit spricht Papst Franziskus klare Worte, mischt sich wieder in aktuelle politische Debatten ein. Im Bistum Limburg formuliert der neue Bischof sehr deutlich für alle Christen: Die Kirche befindet sich in schweren Zeiten. Da gilt es zusammenzuführen, nicht zu spalten. Bei uns in Luxemburg setzt man sich weiter damit auseinander, inwieweit der Glaube, der Staat und die Finanzen etwas gemeinsam haben oder eben nicht. Manchmal sehr unschön, manchmal auch konstruktiv und zielführend. Und was heißt es für mich? Meine Herausforderung beginnt am Montag, dann, wenn ich wieder den Alltag in der Kinder- und Jugendpastoral erlebe, wenn ich in der Pfarrei gefragt bin. Wenn ich dabei bin, meine Aufgaben zu erledigen, und wenn ich Entscheidungen fällen muss. Da gilt es "Farbe zu bekennen zu meinem Glauben", Gott nicht zu vergessen in allem, was ich tue, mich leiten lassen von ihm, auf seinen Geist zu hören. Anders formuliert bedeutet es: barmherzig, in echter Liebe zu handeln, so wie Jesus es getan hat. Hmm, leicht gesagt, doch gerade zu Beginn des Arbeitsjahres erlebe ich dieses Tun als persönlichen Kraftakt, meinen Einsatz als Mühe, die nur selten belohnt wird. In solchen Momenten suche ich das Gespräch mit Kollegen, Freunden und Gleichgesinnten, damit sie mich neu motivieren. Bete mit ihnen zusammen und bitte Gott um Beistand. Damit ich mit ganzer Kraft christlich leben, mein Glaube sich positiv auswirken und die Menschen um mich herum anstecken kann, wieder neu. Daniela Steil, Pastoralreferentin Grevenmacher, Luxemburg, E-Mail: daniela.steil@cathol.lu

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