Glockengeläut für Cusanuspilger

Glockengeläut für Cusanuspilger

BERNKASTEL-WITTLICH/ BENEDIKTBEUREN. (mbl) Die dritte Hauptetappe auf dem Weg der Cusanuspilger nach Rom ist erfolgreich abgeschlossen. Am 11. September geht es auf die vierte Etappe von Benediktbeuren aus nach Bozen-Leifers in Südtirol. Jeder weitere Mitgänger und Mitträger ist willkommen.

Wer bei fast 38 Grad Hitze mit fast 10 Kilogramm Gericht auf dem Rücken seinen Weg geht, der tut das aus Überzeugung. "Es ist beispielhaft, was diese kleine starke Gruppe leistet", ist der Pfarrer der Gemeinde Schäftlarn beeindruckt vom Projekt "Ein Kreuz findet seinen Weg". Zwei Wochen waren die Pilger auf ihrer dritten Etappe von Nürnberg nach Benediktbeuren auf dem weiten "Kreuz"-Weg nach Rom unterwegs. "Der Enthusiasmus und die Begeisterung ließen auch trotz körperlicher Strapazen nicht nach", berichtet Initiator Erich Schwind. Die Gruppe von knapp 15 Pilgern kam vom 17. bis 30. Juli in eine heiße Wetterphase, so dass sie die einzelnen Tagesetappen jeweils am frühen Morgen begannen, erklärt Matthias Pütz. Besonders zu erwähnen sei die große Hilfsbereitschaft: In den drei Quartieren gaben sich die Gastgeber größte Mühe, ihren Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Da das Pfarrheim in Schäftlarn im Umbau war, erlebte die Gruppe hautnah echte "Pilgerherbergs-Atmosphäre" im Schlaflager mit eigens mitgebrachten Matratzen und Schlafsäcken. Auf dem Pilgerweg gab es schöne Landschaften zu sehen: Höhepunkte waren die Durchquerung des Altmühltals, die Überschreitung der Donau bei Neuburg, die Isarauen südlich von München und die Tagesetappe entlang des Starnberger Sees. Welch herzlichen Empfang die Menschen "am Wegesrand" der Pilgergruppe bereiteten, zeigt ein Beispiel: Der Weiler Heiligenkreuz nördlich von Eichstätt mit rund 40 Einwohnern überraschte die Pilger mit Glockengeläut, Empfang und Bewirtung in der Kirche. Auch an die Feldmesse mit Pastor Pellenz, die Führung im ehemaligen KZ Dachau oder der Fackelzug in München zum Marienplatz wird den Pilgern in Erinnerung bleiben.Momente, die den Pilgern nahe gehen

Begegnungen mit Touristen, vor allem Ausländern, zeigen das Interesse Außenstehender am Projekt. Die japanische Familie Take-shi Kitano schrieb ins Pilgerbuch: "In München beim Essen mit Deutsch Freund ein Bier getrunken." Das sind Momente, die den Pilgern nahe gehen. Auf ihrem Weg zum Etappenziel Benediktbeuren passierten die Pilger auch die Ortschaft "Kreuzweg" am Starnberger See. Im Kloster Benediktbeuren warten die Kreuzwegtafeln nun auf den Start der vierten Etappe. 650 Kilometer sind bereits auf dem Pilgerweg nach Rom zurückgelegt. Erich Schwind hebt noch einmal die Hilfsbereitschaft der Pfarrgemeinden in Bayern hervor. Für die gesunde Rückkehr nach einer Beendigung einer jeden Etappe in Kues wünscht er sich einen Gottesdienst oder ein kurzes Dankgebet. "Es lohnt sich, mitzumachen, es ist ein unvergessliches Erlebenis", ermuntert Schwind zur Teilnahme. Infos unter Telefon/Fax 06532- 933735/933734 oder im Internet unter www.bernkastel.de. Ein Spendenkonto ist eingerichtet bei der Raiffeisenbank Wittlich, BLZ 58760954, Kontonummer 123123, Stichwort "Cusanus-Rompilger".